USA und Polen optimistisch
US-Raketenschild nimmt Formen an

Polen und die USA haben Fortschritte in den Verhandlungen über den von Russland scharf kritisierten US-Raketenabwehrschild erzielt. Sowohl amerikanische als auch polnische Politiker äußerten sich positiv. Noch sind aber nicht alle Punkte geklärt.

HB WARSCHAU. Es gebe zwar noch viele Diskussionspunkte; er sei nach den jüngsten Gesprächen jedoch optimistisch über eine baldige Vereinbarung, sagte der für den Schild zuständige Staatssekretär im US-Außenministerium, John Rood, am Donnerstag in Warschau.

Auch die polnische Seite äußerte sich positiv. Die USA stimmten mit Polen in zahlreichen Punkten überein, sagte Vize-Außenminister Witold Waszczykowski. Die polnische Regierung steht der Stationierung von zehn Abfangraketen grundsätzlich positiv gegenüber, verlangt jedoch Zusicherungen für eine strategisch-politische Partnerschaft sowie US-Hilfen für die polnische Armee.

Neben den Raketenstationen in Polen planen die USA auch eine Radarstation im benachbarten Tschechien. US-Präsident George W. Bush will beide Staaten besuchen, wenn er Anfang Juni zum G-8-Gipfeltreffen in Heiligendamm nach Europa kommt.

Der Schild soll die teilnehmenden Länder nach US-Angaben vor Raketen so genannter Schurkenstaaten wie Nordkorea oder Iran schützen. Russland sieht in dem Aufbau des Schildes an seinen Grenzen dagegen eine Bedrohung der nationalen Sicherheit und hat mit der Aufkündigung des KSE-Abrüstungsvertrages gedroht.

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