USA und Schusswaffen Zahl der tödlichen Schüsse am Arbeitsplatz steigt

Die Zahl der Amerikaner, die am Arbeitsplatz durch eine Schusswaffe getötet wurden, ist deutlich gestiegen. Das zeigt eine Studie der Behörde für Arbeitsstatistik. Das häufigste Motiv heißt Rache.
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Bei 354 von 417 tödlichen Zwischenfällen an US-Arbeitsplätzen setzten die Täter Schusswaffen ein – eine Zunahme von 15 Prozent. Quelle: AP
Deutlicher Anstieg

Bei 354 von 417 tödlichen Zwischenfällen an US-Arbeitsplätzen setzten die Täter Schusswaffen ein – eine Zunahme von 15 Prozent.

(Foto: AP)

WashingtonIn den USA hat die Zahl tödlicher Zwischenfälle am Arbeitsplatz zugenommen. Jüngste Zahlen der Behörde für Arbeitsstatistik zeigen für das Jahr 2015 einen Anstieg um zwei Prozent auf 417 an, wie am Dienstag mitgeteilt wurde. Bei 354 dieser 417 Zwischenfälle setzten die Täter Schusswaffen ein – eine Zunahme von 15 Prozent und der erste Anstieg in diesem Teil der Statistik seit 2012, wie es weiter hieß.

Häufigstes Motiv sei Rache, erklärten Experten. Es sei wichtig, Personen mit „besorgniserregendem Verhalten“ frühzeitig zu identifizieren. Ein Mitarbeiter der Sicherheitsfirma Hillard Heinze, Natthew Doherty, sagte, dafür müssten interdisziplinäre Analyseteams gebildet werden, die gegebenenfalls gekündigte oder suspendierte Mitarbeiter überprüfen.

Vom Küchenmesser zum Morgenstern
Messer
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Ein Küchenmesser mit langer Klinge ist am heimischen Herd völlig legitim. Ist man damit unterwegs, darf sie aber höchstens zwölf Zentimeter lang sein.

Nagelfeile
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Am Flughafen wird wiederum aus dem Handgepäck oft schon die Nagelfeile kassiert. Die Regeln, was neben waffenscheinpflichtigen Schusswaffen erlaubt ist, sind kompliziert. Eine Auswahl:

Softair-Waffen
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Bis zu einer Geschossenergie von 0,5 Joule frei verkäuflich. Aber: „Man darf sie nicht mitführen“, sagt Ludwig Waldinger vom Bayerischen Landeskriminalamt. Viele Überfälle wurden mit solchen Waffen verübt - denn sie sehen täuschend echt aus.

Elektroschocker
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Erlaubt mit Prüfzeichen. Verbotene Geräte sind teils als Taschenlampe, Zigarettenschachtel, Schirm oder iPhone getarnt.

Schlagring
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Verboten. Als Accessoire an teuren Damenhandtaschen von Alexander McQueen: erlaubt. Zwei der Täschchen wurden am Münchner Flughafen sichergestellt. Experten gaben sie frei: keine Waffen.

Messer
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Nach deutschem Recht verboten sind Faustmesser, Fallmesser, Butterflymesser – das sind Faltmesser mit schwenkbaren Griffen – und Springmesser, deren Klinge nach vorne herausschnellt oder die mehr als 8,5 Zentimeter lang ist.

Taschenmesser
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Andere Taschenmesser sind erlaubt, auch Einhandmesser, deren Klinge mit einer Hand geöffnet werden kann. Für das Führen braucht es aber ein plausible Begründung.

Die Statistikmitteilung wurde einen Tag nach tödlichen Schüssen bei einem Markisenhersteller in Florida veröffentlicht. Nach Angaben der Behörden kam am Montag ein entlassener Mitarbeiter in die Fabrik in Orlando und erschoss fünf Exkollegen, bevor er sich selbst tötete.

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