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08.07.2008 
Verhandlungen abgeschlossen

USA und Tschechien unterzeichnen Raketenabwehr-Vertrag

Die USA und Tschechien haben den Vertrag über den Aufbau von Teilen des geplanten Raketenschutzschildes unterzeichnet – die Differenzen mit Russland bleiben bestehen.

US-Außenministerin Condoleezza Rice ist  sichtlich erfreut über das Abkommen mit Tschechien. Foto: ReutersLupe

US-Außenministerin Condoleezza Rice ist sichtlich erfreut über das Abkommen mit Tschechien. Foto: Reuters

HB PRAG. Das von US-Außenministerin Condoleezza Rice und ihrem Kollegen Karel Schwarzenberg am Dienstag unterschriebene Abkommen sieht die Stationierung einer Radarstation südwestlich von Prag vor. Russland erklärte, die Vertragsunterzeichnung mache die Konsultationen mit den USA über den Schild zunichte. Mit dem Schutzschirm wollen die USA Raketenangriffe aus Ländern wie dem Iran abwehren.

In Kreisen des russischen Außenministeriums hieß es laut Meldung der Nachrichtenagentur Interfax, die Vereinbarung der USA mit Tschechien trage nicht zur Verbesserung der Sicherheit in Europa bei, sondern kompliziere die Lage.

Russland sieht in dem Raketenabwehrschirm eine Bedrohung seiner nationalen Sicherheit und hat damit gedroht, Atomraketen auf Ziele in Westeuropa zu richten.

Auch ein Gespräch von Präsident Dmitri Medwedjew mit seinem US-Kollegen George W. Bush am Rande des G8-Gipfels in Japan vermochte die Differenzen nicht beizulegen.

Mit Polen stocken die Verhandlungen wegen finanzieller Differenzen. Die USA wollen in Polen zehn Abwehrraketen aufstellen. Die Regierung in Warschau verlangt im Gegenzug milliardenschwere US-Hilfen zur Modernisierung ihres Heeres und ihrer Flugabwehr.

Die Gespräche sind über diese Forderung festgefahren. Eine Vorhersage über den Ausgang der weiteren Verhandlungen mit Polen wollte Rice bei ihrem Besuch in Prag nicht abgeben.

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