International
USA veröffentlichen Brief von El-Kaida-Vize

Die Extremistenorganisation El Kaida hat ihre irakischen Verbündeten den USA zufolge aufgefordert, sich auf die Zeit nach der US-Besatzung einzustellen.

HB WASHINGTON. „Wir müssen jetzt (mit den Vorbereitungen) anfangen, bevor uns die Ereignisse überrollen, bevor uns die Amerikaner und die Vereinten Nationen mit ihren eigenen Plänen für die Zeit nach der Besatzung überraschen“, schrieb der El Kaida-Vizechef, Ajman al-Sauahri, in einem Brief an den El Kaida-Anführer im Irak, Abu Mussab al-Sarkaui. Das Schreiben wurde am Dienstag vom US-Geheimdienst veröffentlicht und soll am 9. Juli verfasst worden sein. Behördenvertretern zufolge fiel es den US-Soldaten bei Einsätzen im Irak in die Hände.

„Ich will noch einmal Dir und allen anderen Brüdern gegenüber die Notwendigkeit betonen, das politische Vorgehen genauso wichtig zu nehmen wie das militärische“, schrieb Al-Sauahri. Ziel solle ein moslemischer Staat sein, der auf die arabische Halbinsel, bis ans Mittelmeer, auf Ägypten, Libanon, Syrien und große Teile der Türkei ausgedehnt werden könnte.

Die US-Regierung hat bereits in der vergangenen Woche auf den Brief verwiesen, dessen Existenz allerdings nicht belegt. Aus dem Schreiben gehe hervor, dass zwischen El Kaida in Afghanistan und den Verbündeten im Irak Streit über das Vorgehen ausgebrochen ist. So finde die Tötung von irakischen Zivilisten und Gläubigen nicht überall Zustimmung, erklärte die US-Regierung vor einigen Tagen.

Im Irak soll am Samstag über eine neue Verfassung abgestimmt werden. Die USA hoffen auf eine breite Zustimmung und damit auf eine Festigung des demokratischen Systems im Irak.

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