Nordkorea setzt Raketen in Alarmbereitschaft

USA vorbereitet
Nordkorea setzt Raketen in Alarmbereitschaft

Die gemeinsamen Manöver von USA und Südkorea scheuchen die Machthaber in Nordkorea weiter auf. Nun droht die kommunistische Diktatur den USA mit Angriffen. Russland warnt vor einem Teufelskreis.
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SeoulNach der Entsendung von US-Tarnkappenbombern nach Südkorea hat Nordkorea seine Raketeneinheiten in Alarmbereitschaft versetzt. Angesichts "der gegenwärtigen Lage ist die Zeit gekommen, um Rechnungen mit den US-Imperialisten zu begleichen", zitierte die staatliche Nachrichtenagentur KCNA Staatschef Kim Jong Un. Dieser unterschrieb in der Nacht zu Freitag bei einem Treffen mit hochrangigen Militärvertretern den Befehl, die Raketen gefechtsbereit zu machen. Wie lange dieser Zustand beibehalten werden soll, gab KCNA nicht an. Südkoreas Nachrichtenagentur Yonhap meldete außergewöhnliche Truppen- und Fahrzeugbewegungen auf den Raketen-Stützpunkten im Norden. Nur wenige Experten gehen davon, dass Nordkorea das Risiko eingehen würde, einen Krieg zu starten.

Das international nahezu vollständig isolierte und mit umfassenden Sanktionen belegte Land verfügt über sowjetische Scud-Kurzstreckenraketen, die das benachbarte Südkorea erreichen könnten, aber auch über bisher ungetestete Mittelstrecken-Geschosse. Nordkorea hat US-Stützpunkte in Hawaii und Guam als mögliche Ziele benannt. China, der einzige mächtige Verbündete Nordkoreas, rief in der angeheizten Stimmung zum Dialog auf. Zum Einsatz der beiden US-Bomber vom Typ B-2 Spirit äußerte sich Außenministeriumssprecher Hong Lei nicht.

Russland äußerte sich besorgt, die zunehmende militärische Aktivität auf der koreanischen Halbinsel könne außer Kontrolle geraten. "Die Situation bewegt sich in Richtung eines Teufelskreises", sagte Außenminister Sergej Lawrow in Moskau. Er rief alle Seiten zur Besonnenheit auf.

Am Donnerstag hatten die USA zwei Tarnkappenbomber bei einem gemeinsamen Manöver mit Südkorea eingesetzt. Diese flogen dafür aus den USA zur südlichen Halbinsel und zurück. Seit dem Korea-Krieg sind beide Staaten Verbündete. Sie betonen, die gemeinsamen Militärübungen dienten der Verteidigung. Den Flügen der B-2-Maschinen waren erneute Kriegsdrohungen des Nordens vorangegangen. Nordkorea hatte den USA jüngst mit einem atomaren Erstschlag und Angriffen auf Militärstützpunkte im Pazifik gedroht. Erst im Februar hatte Nordkorea trotz Warnungen auch aus China einen dritten Atomtest vorgenommen.

Zudem erklärte die Regierung in Pjöngjang das Waffenstillstandsabkommen mit dem Süden für nichtig, das den Korea-Krieg von 1950 bis 1953 beendete. US-Verteidigungsminister Chuck Hagel mahnte am Donnerstag, die Drohungen Nordkoreas ernst zu nehmen. Das US-Militär sei bereit, auf "alle Eventualitäten" auf der Halbinsel zu reagieren.

Kommentare zu "Nordkorea setzt Raketen in Alarmbereitschaft"

Alle Kommentare
  • @someone, sieh mal Wiki!
    kurz: Korea hatte 52 einen Bürgerkrieg, aus dem ein "freiheitliches" Regime in SK hervorging, welches die USA kräftig unterstützte. Da sowas einen Gegenpart braucht, gab es im NK eine "Volksdemokratie", unterstützt von der SU und VR China. Der eigentliche (Stellvertreter-) Krieg beider Seiten wurde nur mit einem Waffenstillstand beendet, der eiserne Vorhang zwischen NK und SK ist heute eher ein Schußfeld. NK nimmt sein Recht auf Existenz und Selbstverteidigung war, und wäre ohne Kernwaffen und ohne "richtiges" Militär (1Mio Soldaten!) ohne die Garantiemacht CN mglw. schon lange überrollt worden. Die weitere Isolation von NK ist sicher der größte Gefahrenfaktor derzeit. Kim Jong Un ("der geliebte Nachfolger") steht mit dem Rücken zur Wand, die Kampfflugzeuge und Panzer haben keinen Sprit für 10 Tage, aber ein neues "Vietnam" wäre für die USA tödlicher, als das alte. Insofern weiß ich nicht nicht, warum Obama die B2-Bomber nach Seoul zu "Schau" geschickt hat.

  • was will nordkorea von südkorea ?
    könnt ihr das bitte in einer kürzeren version verfassen ?
    danke

  • vielleicht wurden Sie ja von einer Bache geworfen, aber Deutsch verstehen Sie noch oder ?

    so viel selbstverleugnung muß sein--nehmen Sie sich Zeit.

  • @ Hanguksaram
    Wenn man ihrer Logik folgt und sie weiter ausbaut , wäre der angekündigte Erstschlag N-Koreas mit atomaren Waffen nur mit dem Einverständnis Chinas zu realisieren ?
    Wissen sie was das bedeuten würde ???

  • Nein, kann er nicht !
    Weder mein Großvater noch ich sind deutscher Herkunft !

    Fakt ist , Die Sozialisten in Korea drohen mit einem atomaren Erstschlag ! Der Grund dafür soll das Manöver der USA und S-Koreaner sein .
    Das Manöver wurde weit außerhalb des N-Koranischen Hoheitsgebietes abgehalten .
    Wenn das eine solche Aggression der Sozialisten rechtfertigen sollte , dann hätte man den Iran auch angreifen können als er seine Kriegsschiffe durch den Suezkanal nach Syrien schickte !!!

  • China hat im Moment keinerlei Interesse an einem Krieg. Das Land ist auf einem Weg nach vorne ohne zu große Unruhe im Inneren.
    Amerika hat zwar ein gewisses Interese am Krieg, aber es hat ja schon einige, die es nicht gut dastehen läßt und lernt ganz langsam dass Krieg in fernen Ländern die Menschen in der Heimat nicht immr friedlich stimmt.

    Russland ist gerade dabei sich neu zu formen - einen Weg zwischen Glasnost und despotie zu finden. Auf diesem Weg würde ein Krieg auch nicht helfen.
    Die drei Großen sind also nicht an Krieg interessiert.
    Europa könnte zwar einen Krieg ganz gut gebrauchen, aber der müsste dann auch hier stattfinden und nicht auf fremden Boden.
    Zum einen würde hier ein Krieg vom Euro ablenken, zum anderen gäbe es danach Geschäfte mit dem Neuaufbau.

    Also ist das in Korea alles nur Säbelrasseln ...

    Gefährlich wird es erst wenn dieses Säbelrasseln hier vor der Tür stattfindet - dann wird es nicht mehr lange dauern und es geht los.



  • Beobachter !

    Es wäre vernünftiger, wenn sich alle um Frieden bemühen würden als sich gegenseitig provozieren zu lassen. Ein 3. Weltkrieg wäre für alle wohl möglich der Untergang. Atomare Verseuchung zieht überall hin und lässt auch heute noch nach dem Bombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki sterben.

  • An Caesar 4441 und einige seiner "Vorredner im Chat":
    Der nur wenig verbrämte Antiamerikanismus und teilweise Antisemitismus verklärt mit einigen offenkundigen stark linkslastigen Ansichten lässt es mir nicht mehr meine Zeit wert zu sein, diesem shitstorm situativ zu antworten!
    Nur das sei noch angemerkt:
    Linke Experimente sind reihenweise erfolglos ausprobiert worden, aufmerksame Zeitzeugen werden dies jederzeit bestätigen!
    Daß der Antiamerikanismus fröhliche Urständ feiert, ist nichts Neues, jedoch, bei aller berechtigten Kritik an den USA, hilft schon ein einziger kurzer Blick in die Verfassung der USA, um ihnen gerecht zu werden. Da steht doch tatsächlich der Schutz des Individuums im Verfassungsrang!! Ein weiterer Kommentar erübrigt sich an der Stelle!
    Und der "Realistin" sei gesagt: Die Schreibweise von "Isra-Hell" als Verunglimpfung des Staates Israel verbunden mit dem anglizistischen Hinweis auf Hölle ist eben keine sachliche (!) Kritik am Staat Israel sondern leider eine antisemitische Verunglimpfung!
    .....und tschüsssss....over!!

  • Es handelt sich um die übliche Kriegspropaganda,die demjenigen der angegriffen wird ,die Schuld in die Schuhe schieben muß.
    Die US-Militärmaschinerie bzw. deren Hintermänner wollen den durch Bush als "war on terror" ausgerufenen 3.WK wieder ein Stück voranbringen.Nicht umsonst haben die USA im vergangenen Jahrzehnt aufgerüstet als gäbe es kein morgen mehr.Der Haushalt ist dadurch völlig außer Kontrolle geraten.Das hat sicher einen Zweck gehabt.
    Was Nordkorea bzw. deren Verantwortliche wirklich sagen ,wissen wir nicht.Wir erhalten nur die Propaganda von der Gegenseite.Wenn in NK noch ein Funken Verstand vorhanden ist ,werden die den Teufel tun und einen Krieg anzetteln,es ist ihr Ende.Die USA brennen darauf endlich ihre taktischen Atomwaffen einzusetzen.

  • Entschuldigen Sie bitte, aber die Angaben zum militärischen Vergleich Nord- und Südkoreas sind einfach schlecht recherchiert bzw. so nicht haltbar. Wenn Sie solch eine reißerische Aufstellung machen wollen, dann doch bitte fundiert!

    "Etwa 620 Kampfflugzeuge sind in Nordkorea für den Einsatz bereit, [...]."

    Die Zahl mag stimmen, aber: Einsatzbereit? Bitte! Schätzungen gehen davon aus, dass nicht mal zwei Dutzend dieser "Kampfflugzeuge" noch das Rollfeld aus eigener Kraft verlassen können. Und wir würden sie als solche wohl kaum mehr erkennen, da sie nicht viel gemeinsam haben mit der modernen Kriegstechnik an welche wir gewöhnt sind.

    Ähnlich steht es um alle weiteren Posten bestellt. Es sind nicht zwei militärische Regionalmächte - wenn überhaupt, dann eine und zwar Südkorea. Ganz zu schweigen ob Japan oder China das nicht anders sehen würden - wir sind ja schließlich immer noch in Ostasien!

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