USA weist alle Flüchtlinge zurück
Ansturm auf Haitis Hauptstadt vorerst gestoppt

Der Anführer der bewaffneten Rebellen in Haiti hat in einem Interview angekündigt, mit dem Ansturm auf die Hauptstadt Port-au-Prince zu warten. Er wolle der „politischen Entwicklung“ noch eine Chance geben und einen möglichen Rücktritt von Präsident Jean-Bertrand Aristide abwarten.

HB PORT-AU-PRINCE/NEW YORK/PARIS. Zugleich rief er im Interwiev des Senders Vision 2000 am Mittwoch die Bürger der Hauptstadt auf, sich im Falle eines Angriffs in ihre Häusern zurückzuziehen. Sie hätten nichts zu befürchten. Auf seine Aussage angesprochen, dass er seinen 36. Geburtstag an diesem Sonntag in Port-au-Prince feiern wolle, sagte Philippe dem Sender, dass er über seine „Strategie“ Stillschweigen bewahren wolle.

Nachdem die zivile Opposition in Port-au-Prince einen Friedensplan, der Aristides Verbleib im Amt vorsah, abgelehnt hatte, will der UN-Weltsicherheitsrat in New York am Donnerstag bei einem Treffen mit Delegierten der karibischen Staatengemeinschaft CARICOM über eine internationale Lösung der Krise sprechen. Am Mittwoch hatte der Sicherheitsrat die Opposition wegen der Ablehnung des in der vorigen Woche von den USA, Kanada, Frankreich, der EU, der CARICOM und der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) erarbeiteten Plans kritisiert.

Aristide verfügt zu seiner Verteidigung in Port-au-Prince neben der Polizei und seinen als „Chimères“ bekannten militanten Anhängern auch über eine bezahlte ausländische Leibwächtertruppe. Gefolgsleute Aristides beherrschten am Mittwoch die Straßen der Hauptstadt. Sie errichteten Barrikaden und erpressten Geld von Autofahrern. Einige Geschäfte und Lager wurden geplündert.

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