USA will keine Truppen schicken
Haiti sucht Hilfe im Ausland

Die Karibikrepublik Haiti ist seit Anfang der Woche in zwei Teile zerrissen. Mit dem Fall der Stadt Hinche kontrollieren bewaffnete Rebellen den gesamten mittleren Norden des Landes. Präsident Jean Bertrand Aristide, dessen Rücktritt die Opposition seit Monaten fordert, gerät in Bedrängnis. Er bittet die internationale Gemeinschaft um technische Unterstützung.

HB PORT-AU-PRINCE/WASHINGTON. Premierminister Yvon Neptune sagte bei einer Pressekonferenz am Dienstag, die nur 5 000 Mann starke Polizeitruppe schaffe es nicht, die Situation im Lande unter Kontrolle zu bringen. Auf Nachfragen nannte Neptune aber nur eine mögliche technische Unterstützung der haitianischen Polizei. Er vermied es, eine militärische Intervention zu fordern.

US-Außenminister Colin Powell hatte zuvor gesagt, dass die USA und ihre Partner in der Karibik „nicht erpicht“ auf eine Entsendung von Truppen zur Eindämmung der Unruhen in Haiti seien. Powell schloss am Dienstag in Washington aber nicht aus, dass ausländische Kräfte bei der Stabilisierung des Landes helfen könnten, wenn eine politische Lösung im Konflikt zwischen Präsident Jean-Bertrand Aristide und der Opposition zu Stande gekommen sei.

Der französische Außenminister Dominique de Villepin hatte bereits am Dienstag mitgeteilt, die Entsendung einer internationalen Friedenstruppe nach erschütterte Haiti zu prüfen. Die Gespräche sollten mit „den Partnern im Rahmen der Vereinten Nationen“ geführt werden.

Nachdem die Rebellen am Montag die Stadt Hinche, rund 130 Kilometer nordöstlich von Port-au-Prince, stürmten und den örtliche Polizeichef und zwei weitere Polizisten töteten, herrschte am Dienstag in Hinche wieder Ruhe. Am Dienstag fielen nach Angaben der Nachrichtenagentur Haiti Press Network drei weitere kleinere Orte in der Umgebung von Hinche in die Hände der Rebellen, die dort die Polizeikommissariate jeweils verlassen vorgefunden hätten.

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