USA wollen Dollar-Überweisungen von Exil-Kubanern in ihr Heimatland erschweren
Kubaner demonstrieren gegen US-Sanktionen

Es war eine eindrucksvolle, wenn auch eine angeordnete Demonstration. Hunderttausende Kubaner forderten ein Ende der US-Sanktionen

HB BERLIN.

Hunderttausende Menschen haben am Freitag in der kubanische Hauptstadt Havanna gegen die Verschärfung der US-Sanktionen gegen Kuba protestiert. Auf Geheiß von Staatschef Fidel Castro zogen sie zur Ständigen Vertretung der USA und riefen «Es lebe das freie Kuba». Castro kritisierte die US-Sanktionen als «brutal und unbarmherzig». Gleichwohl würden die Kubaner sich nicht erpressen lassen, betonte er. «Dieses Volk kann ausgelöscht und vom Erdboden weggefegt, aber nicht unterjocht werden», so Castro.

Die USA wollen unter anderem Dollar-Überweisungen von Exil-Kubanern in ihr Heimatland erschweren und Besuche einschränken. Bush hatte gesagt, damit solle ein Regimewechsel erzwungen werden. Kuba erhält rund 1,2 Milliarden Dollar jährlich aus dem Ausland.

Castro sagte in seiner Rede, die USA kämpften für den Tod, Kuba aber für das Leben. Er bezog sich dabei auf die Ärztebrigaden, die Kuba regelmäßig zu humanitären Zwecken in Krisenregionen schickt. Sollten die USA Kuba angreifen, werde er in der ersten Reihe stehen und für sein Land sterben, während Bush sich tausende Kilometer entfernt halten werde, sagte Castro.

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