USA Zehntausende demonstrieren gegen Trump

New York, Washington und Los Angeles: In vielen US-Städten sind am Jahrestag der Amtseinführung von Donald Trump Zehntausende auf die Straße gegangen, um gegen den US-Präsidenten und für Frauenrechte zu demonstrieren.
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Die Proteste richteten sich gegen Donald Trump und die Politik seiner Regierung im Bezug auf Einwanderung, Abtreibungen und die Rechte von Schwulen, Lesben und Transgendern. Quelle: AFP
Demonstrant in Denver, Colorado

Die Proteste richteten sich gegen Donald Trump und die Politik seiner Regierung im Bezug auf Einwanderung, Abtreibungen und die Rechte von Schwulen, Lesben und Transgendern.

(Foto: AFP)

New YorkIn den USA und in der ganzen Welt haben am Samstag Menschen für Frauenrechte und gegen den vor genau einem Jahr ins Amt gekommenen US-Präsidenten Donald Trump demonstriert. Trump rief die Frauen in seinem Land auf, am Women's March teilzunehmen, um die Erfolge seiner Regierung für sie im ersten Amtsjahr zu feiern. Die Proteste richteten sich aber mehrheitlich gegen ihn und die Politik seiner Regierung im Bezug auf Einwanderung, Abtreibungen und die Rechte von Schwulen, Lesben und Transgendern.

Beim Marsch in der Hauptstadt Washington riefen die demokratische US-Senatorin Kirsten Gillibrand und die Abgeordnete Nancy Pelosi Frauen auf, für öffentliche Ämter zu kandidieren, um so Trump und seiner republikanischen Partei ihre eigenen Werte entgegenzustellen. „Wir marschieren, wir kandidieren, wir wählen, wir gewinnen“, sagte Pelosi zum Applaus der Menge.

Trump reagierte über Twitter auf die Protestaktion: „Wunderbares Wetter im ganzen Land, ein perfekter Tag für alle Frauen zu demonstrieren“, schrieb er. Die Frauen sollten „den historischen Meilenstein“ feiern, der in den vergangenen zwölf Monaten erreicht worden sei: Die geringste Arbeitslosigkeit unter Frauen seit 18 Jahren. Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums lag die Frauenarbeitslosigkeit im Dezember bei 3,7 Prozent und damit unter der Gesamtarbeitslosigkeit von 4,1 Prozent.

In Palm Beach, in Florida, versammelten sich mehrere hundert Demonstranten nahe Trumps Anwesen Mar-a-Lago. Der Präsident hätte dort eigentlich am Abend bei einer hochkarätigen Spendengala anlässlich seines ersten Jahres im Amt dabei sein sollen, sagte wegen der Haushaltssperre in Washington aber sein Kommen ab. Einige der Demonstrantinnen trugen rote Mäntel und weiße Hüte, wie in der Fernsehserie „The Handmaid's Tale“, die eine dystopische Zukunft unter einem totalitären Regime aus christlichen Fundamentalisten schildert. Beim letzten Women's March vor einem Jahr waren weltweit Millionen Menschen auf die Straße gegangen.

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  • dpa
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