Vages Grundsatzabkommen
Darfur-Friedensgespräche ohne konkrete Konfliktlösung

Mit der Unterzeichnung eines vagen Grundsatzabkommens ist die jüngste Runde der Friedensgespräche für die westsudanesische Krisenregion Darfur vorerst geendet.

HB ABUJA/NAIROBI. Die Regierung und zwei Rebellengruppen unterzeichneten am Dienstagabend im nigerianischen Abuja einen entsprechenden Text. Darin ist zwar von einer Rückkehr der Flüchtlinge und der gerechten Verteilung der Reichtümer des Landes die Rede, doch er enthält keine konkrete Konfliktlösungen. Die Verhandlungen sollen am 24. August wieder aufgenommen werden.

Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Kerstin Müller (Grüne), hat das Abkommen als ersten wichtigen Schritt für eine dauerhafte politische Lösung bezeichnet. „Vorrangig ist nun, dass dieses Abkommen auch zum sofortigen Ende der Gewalt in Darfur führt“, sagte Müller am Mittwoch in Berlin. Die Konfliktparteien müssten den Waffenstillstand einhalten, und die sudanesische Regierung müsse mit der Entwaffnung der regierungsnahen arabischen Reiter-Milizen Ernst machen, die für zahllose Gewalttaten in Darfur verantwortlich gemacht werden.

Der Vermittler der Afrikanischen Union, Salim Ahmed Salim, beglückwünschte die Vertreter der Konfliktparteien. „Mit diesem Abkommen haben Sie gezeigt, dass Sie die Menschen in Darfur nicht im Stich lassen“, sagte er.

In dem Konflikt sind in den vergangenen zweieinhalb Jahren etwa zwei Mill. Menschen aus ihren Dörfern vertrieben worden. Etwa 300 000 Menschen kamen nach Schätzungen von Hilfsorganisationen ums Leben.

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