Varoufakis trifft Schäuble „Wir haben ein gemeinsames Verständnis des Problems“

Der nächste Akt im Griechenland-Drama spielt in Brüssel und Berlin. Finanzminister Schäuble empfängt seinen umstrittenen Amtsinhaber Varoufakis – dessen Finanzkoordinator Tsakalotos muss die Wogen bei der EU glätten.
Update: 08.06.2015 - 13:11 Uhr 7 Kommentare
Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis hat heute mehrere Termine in Berlin. Quelle: Reuters
Yanis Varoufakis

Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis hat heute mehrere Termine in Berlin.

(Foto: Reuters)

Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis hat sich für einen gemeinsam erarbeiteten Kompromiss mit den Geldgebern zur Lösung der Schuldenkrise ausgesprochen. Nach einem Treffen mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble am Montag in Berlin sagte Varoufakis, es müsse eine „gemeinsam entwickelte, geplante und vereinbarte Lösung“ gefunden werden.

„Das sind schwierige Momente für die Europäische Union und insbesondere die Euro-Zone.“ Es sei die Pflicht gewählter Politiker, ihre Verantwortung auf hoher Ebene wahrzunehmen, um eine Vereinbarung zu erreichen, sagte Varoufakis. „Das ist absolut wichtig für die Integrität der Euro-Zone, absolut wichtig für die Europäische Union.“

Varoufakis sprach von einem produktiven Gespräch mit Schäuble in „äußerst freundlicher Art und Weise“. Das Treffen sei sehr hilfreich gewesen, um den Prozess der vergangenen Wochen und Tage zu festigen und in den andauernden Gesprächen zu einer abschließenden Lösung zu kommen: „Wir haben ein gemeinsames Verständnis des Problems.“

Am Morgen war Varoufakis noch kommentarlos an wartenden Journalisten vorbeigegangen. Am Montagabend will der Grieche in der Hauptstadt eine Rede vor der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung halten. Ein Treffen mit Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) ist entgegen früheren Angaben aus Griechenland nicht geplant, wie Gabriels Ministerium mitteilte.

Griechenland verhandelt seit Wochen mit den Geldgebern von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds über die Bedingungen für die Auszahlung einer ausstehenden Hilfstranche von 7,2 Milliarden Euro. Eine Einigung gibt es bisher nicht.

Im Gegenteil: Langsam aber sicher verlieren die Gläubiger die Geduld mit Griechenland. Nach scharfer Kritik von EU-Kommissionpräsident Jean-Claude Juncker am griechischen Regierungschefs Alexis Tsipras reist an diesem Montag der Athener Chefkoordinator Euclides Tsakalotos am Montag nach Brüssel. Tsakalotos, der die Verhandlungen zur griechischen Finanzkrise koordiniert, wolle dort die Positionen seines Landes erläutern, berichtete die griechische Presse übereinstimmend.

„Schlimmer kann es nicht werden“
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7 Kommentare zu "Varoufakis trifft Schäuble: „Wir haben ein gemeinsames Verständnis des Problems“"

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  • Moin Frau Gärtner, da fehlen einem wirklich die Worte wenn man Ihr Posting liest.
    Ich hoffe Sie sind noch nicht volljährig und somit wahlberechtigt. Dann haben Sie bis zur nächsten Zeit sich etwas umfassender zu informieren.

  • Die Griechen stehen mit dem Rücken zur Wand und halten sich eine Pistole an den Kopf. Ihre Freunde stehen davor und sagen: Nicht schießen! Unsere Wand wird dreckig. Hier, nemmt ein Strick. Gaaanz billig . Und einen Galgen gibt es gratis dazu......

  • ... wer soll denn sonst den Sündenbock abgeben wenn Griechenland nicht im Euro wäre?

  • Wenn man vor lauter Wald den Baum nicht sieht. Die Griechische Regierung will gar nicht einen Kompromiss, sondern einen Schuldenschnitt oder eine Staatspleite. Und wer sagt den das sie nach der Pleite aus dem Euro und dem Euroraum aussteigen, man kann sie ja Laut EU Vertrag gar nicht dazu Zwingen und freiwillig gehen sie so wie so nicht.

  • Kann mir jemand erklären, warum die Griechen auf Teufel komm raus im Euro bleiben wollen? Trotz der bisherigen negativen Erfahrungen?

  • .... Griechenland will sich keine neuen Darlehen mehr aufdrücken lassen !
    Wo ist das Problem ?

  • Schweigen kann oft beredsamer sein als 1000 Worte ...

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