Vatikan

Peres und Abbas beten am 8. Juni mit dem Papst

Der israelische Präsident Peres und Palästinenserpräsident Abbas wollen am 8. Juni gemeinsam mit dem Papst für Frieden beten. Dass der Nahost-Friedensprozess dadurch in Schwung kommt, ist allerdings unwahrscheinlich.
Papst Franziskus hatte während seiner Nahost-Reise den palästinensischen Präsidenten Abbas (Bild) sowie den israelischen Staatschefs Peres zu einem Gebet im Vatikan eingeladen. Quelle: Reuters

Papst Franziskus hatte während seiner Nahost-Reise den palästinensischen Präsidenten Abbas (Bild) sowie den israelischen Staatschefs Peres zu einem Gebet im Vatikan eingeladen.

(Foto: Reuters)

Vatikan-StadtDas von Papst Franziskus initiierte gemeinsame Friedensgebet des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas und des israelischen Staatschefs Schimon Peres wird am 8. Juni im Vatikan stattfinden. Beide Seiten hätten dem Termin zugestimmt, der auf den Pfingstsonntag fällt, teilte der Vatikan am Donnerstag mit.

Franziskus hatte während seiner Nahost-Reise vergangene Woche den Stillstand im Friedensprozesses als „inakzeptabel“ bezeichnet und Peres und Abbas zu dem Friedensgebet in den Vatikan eingeladen. Beide nahmen sofort an. Nun wurde auch der passende Termin gefunden. Die jüngsten Gespräche zwischen Israel und den Palästinensern waren Ende April ohne Ergebnis abgebrochen worden.

Franziskus hatte betont, dass der Vatikan nicht die Absicht habe, die Verhandlungen wieder in Gang zu bringen. „Es wird ein Gebetstreffen sein. Es dient nicht der Vermittlung oder dem Finden von Lösungen“, sagte er am Montag auf dem Heimflug von Jerusalem nach Rom. „Wir werden uns einfach nur treffen, um zu beten. Dann wird jeder nach Hause gehen.“ Ein jüdischer Rabbi und ein muslimischer Geistlicher sollen ebenfalls bei dem Gebet anwesend sein.

Die Chancen auf einen Durchbruch wären ohnehin gering. Der 90-jährige Peres hat als Präsident Israels ein weitgehend repräsentatives Amt, das er auch in diesem Sommer niederlegen soll. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lehnt jede weitere Zusammenarbeit mit Abbas ab, seit dieser die Bildung einer Einheitsregierung mit der radikalislamischen Hamas angekündigt hatte.

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