Venezuela
Chavez erpresst Toyota

Venezuelas linksnationalistischer Staatspräsident Hugo Chavez erpresst den japanischen Autohersteller Toyota: Sollte der japanische Autobauer kein geländetaugliches Allrad-Modell für den öffentlichen Transport in den armen und ländlichen Regionen bauen, müsse das Unternehmen das Land verlassen, sagte Chavez in der Nacht auf Donnerstag.
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HB CARACAS. "Wir müssen sie zwingen. Und wenn sie es nicht tun, dann werden wir andere Unternehmen einladen. Die Chinesen wollen kommen und bauen diese Autos." Er werde auch nicht zögern, Autobauer aus anderen asiatischen Ländern oder den USA des Landes zu verweisen, wenn sie ihre Technologie nicht mit der einheimischen Bevölkerung teilen wollten.

Der linke Präsident hat in seiner zehnjährigen Amtszeit bereits große Teile der Wirtschaft verstaatlicht und dabei auch ausländische Unternehmen enteignet. Auf Toyota wurde er aufmerksam, nachdem sich ein Transportunternehmer über einen Mangel an geländetauglichen Fahrzeugen für Fahrten in die ärmeren Gebiete beklagt hatte. Toyota müsse ein solches Modell bauen und die Regierung werde dazu Quoten einführen. "Wenn sie diese nicht erfüllen, werden wir sie bestrafen", sagte Chavez.

Kommentare zu " Venezuela: Chavez erpresst Toyota"

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  • Schade um die große Chance die Chavez von der Geschichte erhalten hatte, statt dessen paraliziert er das Land jedes Jahr mehr. Strafbar ist es wie er das Land "sozialisiert" Die vielen Petrodollars verfließen ins Nichts, genau so wie früher und die Korruption unter seine "Genossen" blüht, er tut als wüsste er nichts.... Das Land baut sich selber ab, bis nichts mehr zu holen ist.

  • Eigentlich schon zum Lachen! Da kann Chavez mit seinem Sozialismus trotz Petrodollars nicht mal die infrastruktur in den Griff bekommen - und dann sind auch daran natürlich böse Kapitalisten schuld die kein passendes Auto für diese desolate infrastruktur zurechtschneidern.

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