Venezuela
Chavez plant „Widerstandskrieg“ gegen die USA

Der venezolanische Präsident Hugo Chavez will die Streitkräfte seines Landes auf einen möglichen Krieg gegen die Vereinigten Staaten vorbereiten. Die neue Strategie der Streitkräfte müsse sich an den Helden der Revolution orientieren, die das Land einst von spanischer Herrschaft befreit hätten.

HB CARACAS. Die Soldaten müssten das Konzept des „asymmetrischen Krieges“ beherrschen, bei dem Guerilla-Taktiken eingesetzt werden, um einen stärkeren Gegner zu bezwingen, sagte Chavez am Sonntag. Er warnte US-Präsident George W. Bush vor einem Angriff auf Venezuela. „Er würde ins Gras beißen“, erklärte Chavez. „Wir sind bereit, dieses Land mit allen Mitteln zu verteidigen.“

Chavez erinnerte daran, wie der kubanische Präsident Fidel Castro einst die US-Truppen aus der Schweinebucht vertrieb. „Fidel Castro ist ein Meister des Widerstandskrieges“, sagte Chavez. Bush beschimpfte er. Sie sind ein Esel, Herr Bush“, sagte Chavez auf Englisch bei seiner wöchentlichen Rundfunkansprache. „Sie sind ein Alkoholiker, Mister Danger, oder vielmehr ein Trunkenbold.“

Chavez hat Bush bereits mehrfach als Mister Danger tituliert. In der vergangenen Woche war Chavez in einem US-Regierungsbericht zur Sicherheitspolitik als Demagoge bezeichnet worden, der den Ölreichtum Venezuelas dazu nutze, die Demokratie in der Region zu schwächen.

Chavez gehört zu den schärfsten Kritikern Bushs und hat dessen Regierung wiederholt beschuldigt, ihn als Präsident des weltweit fünftgrößten Ölexporteurs stürzen zu wollen. Die USA geraten zunehmend in Konflikt mit Chavez, der sich Kuba und dem Iran angenähert hat. Aus Venezuela stammen rund 15 Prozent der Ölimporte der USA.

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