Venezuela
Chávez friert Beziehungen zu Kolumbien ein

Venezuela hat seinen Botschafter aus Kolumbien zurückbeordert und die Beziehungen zu dem Nachbarland auf Eis gelegt. Staatschef Hugo Chávez erwägt nun die Verstaatlichung kolumbianischer Unternehmen.

HB CARACAS. Mit dem Schritt reagierte Chávez am Dienstagabend auf Verdächtigungen der kolumbianischen Regierung, Venezuela habe der marxistischen Rebellengruppe „Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens“ (Farc) Waffen zur Verfügung gestellt.

Chávez wertete die Äußerung als Provokation und warnte Kolumbien vor weiteren derartigen Anschuldigungen, anderenfalls würden die Beziehungen zu Kolumbien sofort abgebrochen. Die Spannungen den beiden südamerikanischen Länder hatten vor etwa zwei Wochen wieder zugenommen, seit dem Kolumbien prüft, US-Militärs Zugang zu drei kolumbianischen Armee-Stützpunkten zu gewähren.

Chávez, der am Dienstag seinen 55. Geburtstag feierte, gab Anweisungen, die kolumbianischen Investitionen und Unternehmen in Venezuela zu überprüfen, die im Falle eines Abbruchs der Beziehungen verstaatlicht werden könnten. Nach kolumbianischer Darstellung wurden bei den Farc-Rebellen Panzerabwehr-Waffen beschlagnahmt, die offensichtlich von Venezuela bei einer schwedischen Firma gekauft worden seien. Es ist nicht das erste Mal, dass Chávez den venezolanischen Botschafter aus Kolumbien zurückgeordert.

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