Venezuela
Chávez will Stahlkonzern verstaatlichen

Venezuelas Staatschef Hugo Chávez treibt sein Verstaatlichungsprogramm voran. Jetzt will er auch den wichtigsten Stahlproduzenten des Landes Ternium-Sidor nationalisieren.

HB CARACAS. Vizepräsident Ramón Carrizalez kündigte die Verstaatlichung des vom argentinisch-italienischen Konzern Techint kontrollierten Unternehmens an. Die Eigentümer sollen entschädigt werden und einen Minderheitsanteil von rund 20 Prozent behalten dürfen, hieß es.

Carrizalez prangerte die „kolonialistische Haltung“ von Ternium- Sidor an. Der Konzern habe die Arbeiter „brutal ausgebeutet“. In einem seit 15 Monaten schwelenden Tarifstreit hatten sich der Stahlproduzent und die Gewerkschaften nicht einigen können.

Der umstrittene Chávez hatte erst vergangene Woche die Übernahme der Zementindustrie durch den Staat bekanntgegeben. Betroffen von dieser Maßnahme sind unter anderen das mexikanische Unternehmen Cemex, Holcim aus der Schweiz sowie die französische Firma Lafarge. Im vergangenen Jahr waren bereits die Telefongesellschaft CANTV, die Stromfirma Electricidad de Caracas sowie Teile der Schwerölindustrie im Orinoco-Delta verstaatlicht worden.

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