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24.07.2008 
Waffenkäufe und Stützpunktangebot

Venezuela dementiert Waffengeschäfte mit Russland

Venezuela hat Medienberichte zurückgewiesen, wonach Staatspräsident Hugo Chávez bei seinem Besuch in Moskau den russischen Streitkräften Stützpunkte im südamerikanischen Land angeboten habe. Auch Waffenkäufe sollen nun doch nicht vereinbart worden sein.

Venezuelas Staatspräsident Hugo Chávez fühlt sich falsch verstanden. Foto: ReutersLupe

Venezuelas Staatspräsident Hugo Chávez fühlt sich falsch verstanden. Foto: Reuters

HB CARACAS. Es sei auch nicht wahr, dass man russische Waffen im Wert von 30 Milliarden US-Dollar, rund 19 Millionen Euro, kaufen wolle, teilte die Regierung in Caracas am Mittwoch mit. Diese „Fälschung von Nachrichten“ sei besorgniserregend, hieß es.

Russische Nachrichtenagenturen hatten berichtet, der Linksnationalist Chávez, der als scharfer politischer Widersacher der USA gilt, habe am Dienstag in Moskau militärische Stützpunkte in seinem Land angeboten und Pläne für Waffenkäufe bekanntgegeben. Nach Angaben der russischen Agentur Interfax soll über den Kauf von U-Booten, Panzern und Luftabwehrraketen-Systemen verhandelt worden sein.

Die falschen Nachrichten würden nun „mit aller Sicherheit dazu verwendet werden, um das venezolanische Volk hinters Licht zu führen und sogar ein neues Element in der ständigen Kampagne des Imperialismus gegen unser Vaterland zu benutzen“, heißt es in der venezolanischen Regierungsmitteilung.

Kommunikationsminister Andrés Izarra machte in erster Linie die russische Agentur Interfax verantwortlich. Man habe Aussagen von Chávez falsch interpretiert. Der Präsident habe in Moskau unter anderem gesagt, Schiffe der russischen Kriegsmarine seien in Venezuela willkommen. Internationale Agenturen hätten den Fehler von Interfax „in böser Absicht ausgenutzt“, sagte er.

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