Venezuela-Krise
Regierung und Opposition verhandeln weiter

Auf Einladung der Dominikanischen Republik sind venezolanische Opposition und Regierung zu Gesprächen zusammengekommen. Diese sind wohl erfolgreich verlaufen. Es wird ein Wiedersehen geben.
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Santo DomingoDie venezolanische Regierung und die Opposition im Land sind beim Versuch der Lösung des politischen Konflikts offenbar einen Schritt aufeinander zugegangen. Beide Seiten hätten sich auf ein drittes Treffen am 27. September geeinigt, teilte der Präsident der Dominikanischen Republik, Danilo Medina, am späten Donnerstag (Ortszeit) nach zweitägigen Verhandlungen mit. Medinas Land hatte die Konfliktparteien an einen Tisch gebeten.

„Das Treffen gestern war gut und heute war es noch besser“, sagte er über die Gespräche in der Karibik. Unklar ist, ob Gesandte der venezolanischen Regierung und der Opposition von Angesicht zu Angesicht miteinander redeten oder Nachrichten über Vermittler ausgetauscht wurden. Neben Medina hatte auch der frühere spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero zur Wiederaufnahme diplomatischer Verhandlungen gedrängt. Medina sagte, die kommenden Gespräche sollten von vier weiteren Nationen - Mexiko, Chile, Bolivien und Nicaragua - begleitet werden.

Die sozialistische Regierung von Präsident Nicolás Maduro hatte erklärt, sie gehe auf mögliche Gespräche ein und sei bereit für einen Dialog. Die Verhandlungen in der Karibik würdigte der Bürgermeister von Caracas als Leiter der Regierungsdelegation als bisher deutlichste und stärkste Möglichkeit, um eine Vereinbarung zu erreichen.

Das Oppositionsbündnis der demokratischen Einheits-Koalition gab indes bekannt, lediglich mit einem friedlichen und demokratischen Wandel könne Venezuela seine derzeitige wirtschaftliche und soziale „Tragödie“ überwinden. Die Opposition fordert den Rücktritt Maduros, damit die Probleme im Land tatsächlich gelöst werden können.

Bereits im vergangenen Jahr hatten Regierung und Opposition unter Vermittlung des Vatikans Gespräche geführt, diese waren jedoch gescheitert. Die Opposition beklagte damals, Maduro gehe nicht auf bereits verabredete Zugeständnisse ein, etwa die Freilassung politischer Gefangener oder der Festlegung kommender Wahltermine. Seither haben sich die Probleme im Land verschlimmert, bei Protesten gegen die sozialistische Regierung kamen mindestens 120 Menschen ums Leben.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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