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Venezuelas Vize: Nicolas Maduro besucht Präsident Chávez am Krankenbett

Venezuelas erkrankter Staatschef Chávez bekommt Besuch. Neben seinem Stellvertreter kommen auch die Staatschefs aus Argentinien und Peru nach Kuba, denn sie wissen, was sie an dem 58-Jährigen haben.

Venezuelas Staatsvize Nicolas Maduro bei einer Pressekonferenz am Freitag vor seiner Abreise nach Kuba. Quelle: dapd
Venezuelas Staatsvize Nicolas Maduro bei einer Pressekonferenz am Freitag vor seiner Abreise nach Kuba. Quelle: dapd

CaracasDer venezolanische Vizepräsident Nicolas Maduro ist erneut zu einem Krankenbesuch nach Kuba geflogen. Dort wollte er zu Gesprächen mit Staatschef Hugo Chávez zusammentreffen, der nach einer Krebsoperation an schweren Atemwegsproblemen leidet und in Havanna medizinisch behandelt wird. Maduro sei am späten Freitagabend (Ortszeit) in Kuba eingetroffen und am Flughafen von Außenminister Bruno Rodríguez empfangen worden, meldete das kubanische Fernsehen.

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„Ich fliege nach Havanna, um unseren Comandante und Präsidenten, seine Familie und sein Ärzteteam zu besuchen“, sagte Maduro vor seiner Abreise im venezolanischen Fernsehen. Maduro wollte in Kuba auch die argentinische Präsidentin Cristina Fernández und den peruanischen Staatschef Ollanta Humala treffen.

Venezuela

Die argentinische Regierung beschrieb Fernández' Reise nach Kuba als privaten Besuch. Sie werde mit dem Revolutionsführer Fidel Castro und dem Präsidenten Raúl Castro zu Mittag essen, sagte die Präsidentin am Freitag der Nachrichtenagentur AP. „Und dann werde ich bestimmt die Familie meines Kameraden und lieben Freundes Hugo Chávez treffen.“

Ob Humala mit dem venezolanischen Staatschef zusammentreffen wird, war zunächst unklar. „Aber natürlich werde ich mich über die Situation von Präsident Chávez erkundigen“, sagte er bei seiner Ankunft am Flughafen.

Anhänger von Hugo Chávez versammelten sich zur symbolischen Vereidigung vor dem Präsidentenpalast. Quelle: dapd
Anhänger von Hugo Chávez versammelten sich zur symbolischen Vereidigung vor dem Präsidentenpalast. Quelle: dapd

Er wünsche seinem Kollegen eine „schnelle Genesung“. Zuletzt waren bereits der ecuadorianische Präsident Rafael Correa und sein bolivianischer Kollege Evo Morales nach Havanna gereist. Chávez gilt als der Wortführer der linksgerichteten Staatschefs Lateinamerikas.

Chávez schwere Krankheit hat Venezuela in eine schwere Verfassungskrise gestürzt. Der Präsident hätte ursprünglich am Donnerstag für eine weitere Amtszeit vereidigt werden sollen, konnte wegen seiner Erkrankung aber nicht in die Heimat reisen. Sein Fernbleiben hatte eine hitzige Debatte darüber ausgelöst, ob eine spätere Vereidigung verfassungskonform ist.

Die Opposition verneint vehement, die Regierung behauptet das Gegenteil - und weiß dabei den Obersten Gerichtshof auf ihrer Seite, der grünes Licht für eine Verschiebung des Vereidigungstermins gegeben hatte.

Am Donnerstag hatten sich in der Hauptstadt Caracas Zehntausende Regierungsanhänger vor dem Präsidentenpalast versammelt und anstelle von Chávez symbolisch den Amtseid abgelegt.

  • 12.01.2013, 17:56 Uhrrene

    schade das im letzten kapitel wieder einmal nur die halbe wahrheit steht ... der artikel 231 der bolivarianischen constitution bestimmt eindeutig den werdegang bei einer verschiebung des termines, d.h. im begründeten falle kann der präsident später noch und dann vor dem obersten gericht vereidigt werden. daher ist die o.g. verfassungskrise nur eine von der opposition und den internationalen medien geschürte ...

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