„Verantwortliche Lösung“ USA fordern faires Rettungspaket für Zypern

Die USA haben eine „verantwortliche und faire“ Lösung der Eurozone für das Zypern-Rettungspaket gefordert. Samstag wurde eine Zwangsabgabe für Inhaber von zyprischen Konten vereinbart. Daraufhin gab es wütende Proteste.
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Die USA fordern eine faire Lösung für Zypern. Quelle: dpa

Die USA fordern eine faire Lösung für Zypern.

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WashingtonDie USA haben die Länder der Eurozone zu einer „verantwortlichen und fairen“ Lösung beim Zypern-Rettungspaket aufgerufen. Dabei müsse die Stabilität des Finanzsystems gewährleistet bleiben, erklärte das Finanzministerium in Washington am Montag. Finanzminister Jack Lew stehe mit seinen Kollegen in Europa in Kontakt. Zuvor hatte das Weiße Haus erklärt, die Lage in Zypern genau zu verfolgen.

Das finanziell angeschlagene Zypern und die Euro-Finanzminister hatten sich in der Nacht zum Samstag auf ein milliardenschweres Rettungspaket verständigt. Im Gegenzug wurde eine Zwangsabgabe für alle Inhaber von Konten bei zyprischen Banken vereinbart: Sparer mit bis zu 100.000 Euro Einlagen müssen eine Abgabe von einmalig 6,75 Prozent zahlen, Kunden mit mehr als 100.000 Euro 9,9 Prozent.

Nach wütenden Protesten von Kleinsparern will Zypern das Rettungsprogramm allerdings ändern. Das Parlament in Nikosia entscheidet am Dienstag über das Hilfspaket. Die Banken auf Zypern sollen bis Donnerstag geschlossen bleiben.

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8 Kommentare zu "„Verantwortliche Lösung“: USA fordern faires Rettungspaket für Zypern"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Die selbsternannten Weltpolizisten "fordern" also etwas von Europa!

    Im umgekehrten Falle würden diese das als "Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates empört zurückweisen".

    Wäre Europa weniger "aufgeklärt", würden wir jetzt amerikanische Flaggen verbrennen, Botschaften besetzen oder Flugzeuge umleiten.

    Dabei waren es doch amerikanische Wertpapiere, und amerikanische Schlamperei bei der Verbriefung, die die Finanzkrise 2008 ausgelöst haben.

    Aber wie sagt ein deutscher Politiker aktuell: "Dummheit kann man nicht verbieten!" und Arroganz leider auch nicht.

  • Es gab schon immer die Forderung, Gläubiger an den "Rettungsmilliarden/-Billionen ?" zu beteiligen --- aber es gibt bei dieser Beteiligung auch eine soziale Komponente.

    Es ist auch an anderer Stelle zu lesen, dass die deutsche Regierung Bankguthaben bis zu 100.000 EURO mit keiner Abgabe belasten wollte aber der zypriotische Ministerpräsident auf einer Zwangsabgabe auch für Bankguthaben bis zu 100.000 EURO bestanden hat.
    Warum wurde diese Tatsache den Zyprioten nicht
    kommuniziert ? und der "Schwarze Peter" wieder mal an Deutschland weitergereicht ? (Merkel and Schäuble go home and stay)
    Hier wurde wohl wieder mal ein "griechisches Spiel" betrieben :
    Indem die Kleinsparer auf die Straße getrieben werden wird das nötige Protestpotential geschaffen, um die Zwangsabgabe insgesamt zu Fall zu bringen und insbesondere die Groß-kapitalisten in Großbritannien und Russland zu schützen, dem Steuerzahler in anderen EURO-Ländern die gesamten 17.5 Milliarden Rettungsgelder "aufzuhalsen".
    Allerdings dürfte hier klar zutage getreten sein, dass zukünftighin (zunächst) ALLEN Sparern von Geldvermögen Zwangsabgaben drohen.
    Der EURO wirft mittlerweile auch noch auf eine andere Art und Weise einen bösen Schatten :
    Zahlt Deutschland nicht entsteht ein Schatten in Europa und der Schatten trägt den Namen "Haß auf Deutschland" --- wieder mal !!

  • 'Rainer_J' sagt
    ---------------
    Ich bin davon überzeugt, dass wir wegen der Rettungsaktionen/schirme der letzten Jahre bald eine "2X%" als Mehrwertsteuer-Regelsatz haben werden. Natürlich erst ein paar Wochen nach der Bundestagswahl.
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    Wieso?

    An direkten Kosten ist da bisher kaum etwas gekommen.

    Und der Bundeshaushalt ist praktisch ausgeglichen - im Analystendeutsch würde man von einer "roten Null" sprechen.

    Ihre Überzeugung ist wohl genauso viel wert wie ihre Überzeugung letztes Jahr von der unmittelbar bevorstehenden Pleite Spaniens.

  • Wenn die USA "fordern" sollen sie sich auch beteiligen. Merke: "ohne Moos nix los".

  • Nachtrag:

    Umsatzsteuer 1968: Regelsatz 10% ermäß. 5%
    Umsatzsteuer ab 2007: Regelsatz 19% ermäß. 7%

    Ich bin davon überzeugt, dass wir wegen der Rettungsaktionen/schirme der letzten Jahre bald eine "2X%" als Mehrwertsteuer-Regelsatz haben werden. Natürlich erst ein paar Wochen nach der Bundestagswahl.

  • @netshadow

    Was denken sie denn woher Schäuble das Geld für die Rettungsaktionen der letzten 3 Jahre her hat? Hat er mal wieder einen Geldkoffer bekommen oder gibt es eine spezielle ESM-Reichensteuer, die nur Vermögende zur Kasse bittet?

    Nein, das Geld stammt aus gewöhnlichen Steuereinnahmen über Lohnsteuer, Mehrwertsteuer, Benzinsteuer usw. Die meisten Menschen, die diese Steuern zahlen, sind nicht wohlhabend, sondern kommen gerade so um die Runden oder haben Schulden.

    Diese Menschen müssen zwangsweise Millionären und Milliadären, die sich im Schneeballsystem Zypern verzockt haben, illegal 90% des Vermögens retten. Das ist der eigentliche Skandal.

    Würde es gerecht zugegen, dann würde man bis 100000 Euro auszahlen und der Rest ist weg!

    Wenn ich mir Aktien kaufe und die Firma macht pleite, kommt dann auch Geldkoffer-Schäuble und ersetzt mir 90% des Schadens durch Steuergeld? Jeder der so an Geld kommt, glaubt bestimmt wieder an den Weihnachtsmann.

    Dieser Weihnachtsmann hat einen Schlitten mit Rädern und heißt Schäuble.

  • "Auch arme Menschen kaufen im Supermarkt ein (Mehrwertsteuer) oder haben Pendelkosten zur Arbeit (Benzinkosten). Diese Steuern wären niedriger, wenn es die illegalen Rettungsaktionen nicht gäbe."

    Sie glauben an den Weihnachtsmann?

  • In Deutschland muss sich jeder Steuerzahler an die illegalen Rettungspakete zwangsweise beteiligen. Dabei spielt es keine Rolle, ob er arm ist oder reich. Auch arme Menschen kaufen im Supermarkt ein (Mehrwertsteuer) oder haben Pendelkosten zur Arbeit (Benzinkosten). Diese Steuern wären niedriger, wenn es die illegalen Rettungsaktionen nicht gäbe.

    Hier in Deutschland wird also jeder herangezogen und das hat Presse und Politik nie interessiert.

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