Verband
Zwangsversteigerungen halten US-Häusermarkt am Leben

Ein US-Verband spricht sich massiv gegen einen kompletten Stopp der Zwangsvollstreckungen auf dem US-Häusermarkt aus. Sonst könnte die Erhohlung der Gesamtwirtschaft erschwert werden.
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HB WASHINGTON. In den USA schlägt die Forderung nach einem kompletten Stop der Zwangsvollstreckungen auf dem kriselnden US-Häusermarkt hohe Wellen. Ein solcher Schritt hätte katastrophale Folgen und könnte Investoren in ungerechter Weise Verluste aufbürden, teilte der Wertpapier- und Investmentverband SIFMA am Montag mit. Die jetzt aufgetauchten Fehler in Vollstreckungsverfahren müssten zwar beseitigt werden.

Dem ohnehin angeschlagenen Häusermarkt könne ein Stop aber weiter schaden und damit auch die Erholung der Gesamtwirtschaft erschweren.

Einige Banken sollen Medienberichten zufolge das Verfahren bei Zwangsvollstreckungen mit fragwürdigen Mitteln abgekürzt haben. Daraufhin hatten jüngst führende Kongressmitglieder der Demokratischen Partei von Präsident Barack Obama die Institute aufgefordert, dem Beispiel der Bank of America zu folgen.

Das Geldhaus hatte als erste US-Großbank Zwangsversteigerungen in allen 50 Bundesstaaten ausgesetzt.

Nach Schätzung von Experten stehen in diesem Jahr in den USA 1,2 Mio. Häuser zur Zwangsvollstreckung. Die Besitzer haben sich oft auf Hypotheken mit steigenden Zinsen eingelassen, die sie in der Finanzkrise nicht mehr erfüllen konnten.

Kommentare zu " Verband: Zwangsversteigerungen halten US-Häusermarkt am Leben"

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  • ich denke, daß man die Lage auf dem US-Häusermarkt aus der Sicht der durch die Wirtschaftskrise in Notlage geratenen besitzer oder Mieter sehen muß, schließlich spielt das Ganze auch eine wichtige Rolle jetzt bei den Kongreßwahlen: die ohnehin schon stark gebeutelten Demokraten werden noch mehr zu spüren bekommen, daß die Wähler (und das sind allein in dieser Kategorie schon etliche Millionen)
    sich von Präsident Obama im Stich gelassen fühlen.
    Die Enttäuschung ist bei vielen Amerikanern (ich bekomme persönlich etwas davon mit, weil ein Teil meiner Familie in den USA lebt)so groß, daß sogar der Ruf nach einem impeachment (Amtsenthebung)laut wird. Nach dem allgemein erwarteten Wahldebakel anfang November wird die Popularität von Obama gerade unter Demokraten noch weiter sinken.


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