Verbesserter Zugang zu Bankkrediten für Mittelständler versprochen: Privatisierungen sollen Frankreichs Haushalt helfen

Verbesserter Zugang zu Bankkrediten für Mittelständler versprochen
Privatisierungen sollen Frankreichs Haushalt helfen

Frankreich will in diesem Jahr mit Milliarden-Privatisierungen die Maastrichter Begrenzung des Staatsdefizits auf drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes einhalten. Das sagte Wirtschafts- und Finanzminister Hervé Gaymard am Dienstag in Paris bei der ersten umfassenden Vorstellung seiner Politik.

HB PARIS. Im Frühjahr sollen 30 % des Kapitals des Gaskonzerns GDF angeboten werden. Anfang April kommt die Autobahngesellschaft SANEF an die Börse. Weitere 35 bis 40 % des Atomkonzerns Areva sollen „bis zum Ende des Sommers“ platziert werden. Die Privatisierung von bis zu 30 % des Kapitals des Stromkonzerns EDF wird auf „vor Jahresschluss“ verschoben. Dem Konzern drohen neue Milliardenlasten aus seiner Beteiligung an der Energieholding Italenergia.

„Wir bleiben bei unserem Ziel, das Staatsdefizit wieder unter drei Prozent zu drücken“, sagte Gaymard. „Das ist nur vernünftig, wenn man bedenkt, dass ein Kind, dass heute auf die Welt kommt, mit 17 000 € Schulden geboren wird, und dass seit 1981 die Staatsschulden von 22 auf 65 % des nationalen Reichtums gestiegen sind.“ 2004 dürfte das Defizit bei 3,6 % gelegen haben.

Gaymard versprach zudem einen verbesserten Zugang zu Bankkrediten für Mittelständler, eine Reform der Investitionsförderung und die Einsetzung eines Gremiums zur Reform des Arbeitsmarktes und des Arbeitsrechts. Der Staat dürfe nicht Zuschauer der Wirtschaft sein, sondern müsse das günstigste Umfeld für die Unternehmen schaffen.

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