Verbindung zu Tschetschenien
Anschlag in Istanbul: Attentäter identifiziert

Die beiden Attentäter, die für den Anschlag auf eine Freimaurerloge in Istanbul mit zwei Toten und sechs Verletzten verantwortlich sind, wurden laut türkischen Medienberichten identifiziert. Die beiden 26 und 33 Jahre alten Türken seien der Polizei schon früher aufgefallen, weil sie Gelder für tschetschenische Terroristen gesammelt hätten.

HB ISTANBUL. Außerdem sollen sie sich in Afghanistan aufgehalten haben. „Es stimmt, dass sie im Ausland waren“, bestätigte am Freitag ein Polizeisprecher. Bei dem Anschlag am Dienstagabend war ein Selbstmordattentäter getötet, der andere schwer verletzt worden.

Nach Informationen der Zeitung „Hürriyet“ sollen die beiden Männer einem „kleinen Zirkel von religiösen Extremisten“ angehört haben. Beziehungen zu einer Terrororganisation seien bislang nicht festgestellt worden. Mit Vorsicht reagierten die türkischen Behörden auf ein der Zeitung „Al-Quds Al-Arabi“ in London zugegangenes Schreiben, in dem sich das Terrornetzwerk El Kaida angeblich auch zu dem Anschlag in Istanbul bekannt hat.

„Alle Freimaurer sollten sterben, aber es gab eine technische Panne. Weil Gott es so wollte, sind nur drei Menschen gestorben“, zitierten türkische Zeitung aus dem Schreiben. Der Polizeisprecher verwies auf die Zahl „drei“, um die Zweifel der türkischen Behörden zu unterstreichen. Die beiden Selbstmordattentäter waren gleich nach dem Anschlag als „unerfahren“ beschrieben worden. Ihre Kenntnisse über den Bau von Bomben sollen sie aus dem Internet bezogen haben. Bei dem Anschlag war ein Kellner getötet worden. Ein Wachmann sowie vier Freimaurer waren zum Teil schwer verletzt worden.

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