Verbotene Geschäfte
USA verschärfen Sanktionen gegen den Iran

Mit einem Dekret will US-Präsident Barack Obama auch gegen die Kooperation ausländischer Banken mit dem Iran vorgehen. Banken aus China und Irak wurden darum ebenfalls mit Sanktionen belegt.
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WashingtonDie USA haben ihre Sanktionen gegen den Iran weiter verschärft. Präsident Barack Obama unterzeichnete am Dienstag ein Dekret, mit dem verhindert werden soll, dass die Ölindustrie und die ölverarbeitende Industrie aus dem Iran Geschäfte mit dem Ausland macht. Washington verhängte auch Sanktionen gegen die irakische Elaf-Islam-Bank und die chinesische Kunlun-Bank, weil diese Millionengeschäfte mit iranischen Banken getätigt haben sollen.

Obama erinnerte daran, dass er die Führung in Teheran wiederholt aufgefordert habe, die internationalen Auflagen für seine Atomindustrie einzuhalten. Andernfalls werde Washington seine Sanktionspolitik schrittweise weiter verschärfen, fügte Obama hinzu. Für die beiden Banken aus dem Irak und China gilt fortan ein umfassendes Verbot des Handelns auf dem US-Markt.

In den ersten sechs Monaten des Jahres trat schrittweise ein Handelsembargo der Europäischen Union für iranisches Öl in Kraft. Seit dem 1. Juli darf iranisches Öl nicht mehr gekauft und transportiert werden, zudem werden Öllieferungen nicht mehr von europäischen Unternehmen versichert, die in diesem Bereich den Weltmarkt dominieren. Nach Schätzungen der Internationalen Energie-Organisation führten die Sanktionsmaßnahmen seit Januar zu einem Rückgang der iranischen Ölexporte um 30 Prozent.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Den Amerikanern wird Iran es nie recht machen, es sei denn, das Land verzichtet auf seine unveräußerlichen Rechte. Deshalb ist es auch nur Geschwätz, wenn Obama so tut, als ob es irgendeine Chance für Verhandlungen gäbe. Wenn die USA sich so sicher sind, dass Iran im Unrecht ist, warum setzen sie dann ihre immer neuen Sanktionen nicht im UNO-Sicherheitsrat durch? Sie überschätzen ihre Macht, China, Russland, Indien u.a. werden sich nicht durch US-amerikanische Wünsche von Geschäften mit Iran abbringen lassen. Und die Israelis planen ja sowieso ihren völkerrechtswidrigen Angriffskrieg mit amerikanischer Unterstützung. Alles eine Farce - die USA und Israel brauchen ein äußeres Feindbild um von ihren existenziellen Problemen abzulenken. Die Iraner haben ihre eigene Meinung zur Situation im Nahen und Mittleren Osten, die auch mal interessant zu lesen ist: http://irananders.de/home/news/article/tour-dhorizon-eine-iranische-betrachtung-zum-nahen-osten-und-seine-aussichten.html

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