Verdacht gegen Anti-Terror-Gesetzen verstoßen zu haben
Britische Guantanamo-Gefangene heimgekehrt

Fünf britische Staatsangehörige sind nach zwei Jahren Gefangenschaft auf dem US-Stützpunkt Guantanamo freigelassen worden und in ihre Heimat zurückgekehrt.

HB LONDON. Das Flugzeug mit den fünf Männern an Bord landete gegen 20 Uhr (MEZ) auf dem Militärflughafen RAF Northolt bei London. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben vier der Insassen kurz nach der Landung noch an Bord der Maschine fest. Sie stünden unter Verdacht gegen die Anti-Terror-Gesetzen verstoßen zu haben, hieß es. Der fünfte Mann sei auf dem Flughafen für eine Befragung festgehalten worden.

Die USA hatten die Männer mehr als zwei Jahre lang gefangen gehalten, weil sie in Afghanistan die radikal-islamischen Taliban oder die El-Kaida-Gruppe des Moslemextremisten Osama bin Laden unterstützt haben sollen.

40 Minuten nach der Landung brachte ein Polizeikonvoi die Gefangenen in eine Londoner Polizeistation. Sollten die britischen Behörden feststellen, dass nach dem Anti-Terror- Gesetz nichts gegen sie vorliegt, könnten die Männer innerhalb weniger Tage freikommen, hieß es in Justizkreisen.

„Ich kann jetzt noch nicht glücklich sein, weil ich nicht weiß, was als Nächstes geschieht“, sagte Sharon Fiddler, die Schwester des Gefangenen Jamal al Harith, in Manchester der Nachrichtenagentur Reuters. „Es wird Zeit, dass sie meinem Bruder sein Leben zurückgeben.“ Die fünf Briten waren Ende 2001 beziehungsweise Anfang 2002 gefangen genommen worden.

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