Verdächtigen wird Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zur Last gelegt
Zwei weitere Verdächtige der Madrider Anschläge in Haft

Ein Marokkaner und seine Stiefschwester müssen nach separatem Verhör ins Gefängnis. Damit erhöht sich die Zahl der nach den Anschlägen Angeklagten und Inhaftierten auf elf.

HB MADRID. Wegen der Terroranschläge mit 190 Toten in Madrid hat der spanische Ermittlungsrichter Juan del Olmo am Mittwoch Haftbefehle gegen zwei weitere Verdächtige erlassen. Wie aus Justizkreisen in der spanischen Hauptstadt verlautete, wurde mit der Marokkanerin Naima Oulad erstmals eine Frau unter dem Verdacht der Beteiligung an den Attentaten in Untersuchungshaft genommen.

Der zweite Verdächtige, gegen den Haftbefehl erlassen wurde, stammt ebenfalls aus Marokko. Die Frau und der Mann waren am Wochenende in Madrid festgenommen worden. Ihnen wird Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zur Last gelegt.

Damit befinden sich im Zusammenhang mit den Anschlägen vom 11. März auf vier Madrider Pendlerzüge insgesamt elf Verdächtige in Untersuchungshaft, acht Marokkaner, zwei Inder und ein Spanier. Darunter sind auch zwei mutmaßliche Bombenleger. Zwei weitere Marokkaner, darunter ein Bruder von Naima Oulad, befinden sich noch in Polizeiarrest. Sie sollen in Kürze dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

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