Verdächtiger wurde bei versuchter Ausreise festgenommen
Organisator des Istanbuler Synagogen-Anschlags verhaftet

Die türkische Polizei hat den mutmaßlicher Drahtzieher des Istanbuler Synagogen-Anschlags verhaftet. Polizeiangaben zufolge erfolgte der Zugriff, als der Verdächtige das Land verlassen wollte.

HB BERLIN. Im Zusammenhang mit dem Anschlag auf die Istanbuler Beth-Israel-Synagoge hat die türkische Polizei einen Mann verhaftet, den sie für den Organisator der Tat hält. Der Verdächtige habe sowohl Pläne für den Anschlag ausgearbeitet als auch den Angriff befohlen, teilte Polizeichef Halil Yilmaz am Samstag mit.

Bei den Anschlägen auf die Beth-Israel- und Neve-Shalom-Synagogen am 15. sowie auf das britische Konsulat und die britische HSBC-Bank am 20. November wurden 61 Menschen - darunter vier Selbstmordattentäter - getötet. 712 Menschen wurden verletzt.

Halil zufolge sei der Polizei die Festnahme bereits am Dienstag gelungen, als der Verdächtige versuchte, mit einem gefälschten Pass nach Iran auszureisen. Im Zuge der Ermittlungen sei der Mann, wie der Polizeichef weiter mitteilte, am Samstag zur Beth-Israel-Synagoge gebracht worden.

Die Polizei hat bisher 20 Personen beschuldigt, in die Anschläge verwickelt zu sein. Sechs davon seien bisher einem Untersuchungsrichter vorgestellt worden. Als Attentäter wurden nach Polizeiangaben vier Türken identifiziert. Die beiden Männer, die die Synagogen angriffen, kamen aus Bingöl im Südosten der Türkei. Alle vier seien militante Personen mit internationalen Kontakten gewesen.

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