Verdächtiges Päckchen
Bombenalarm in der deutschen Botschaft in Kopenhagen

Gerade erst sind Experten der Europäischen Union haben in Brüssel zu Beratungen über einen besseren Schutz gegen Paketbomben und andere gefährliche Frachtgüter zusammengekommen, da platzt die Nachricht eines möglichen erneuten Anschlagsversuchs herein: In der deutschen Botschaft in Kopenhagen ist ein verdächtiges Paket entdeckt worden.
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HB KOPENHAGEN. Wie die dänische Polizei mitteilte, wurden Bombenspezialisten zur Untersuchung eines verdächtigen Päckchens herbeigerufen. Danach wurde Entwarnung gegegen: Bombenspezialisten stellten fest, dass das verdächtiges Päckchen harmlos war.

Zuvor hatten Botschaftsangehörige die Polizei alarmiert. Das Päckchen wurde von Spezialisten mit Hilfe von Bombenhunden im Hof der Botschaft untersucht und erwies sich als ungefährlich. Das Bundesaußenministerium in Berlin teilte mit, dass die Sendung mit einem dänischen Absender versehen war.

In den vergangenen Tagen waren aus Griechenland Paketbomben an ausländische Einrichtungen geschickt worden, darunter auch an die deutsche Botschaft in Athen. Eine Paketbombe wurde im Bundeskanzleramt in Berlin unschädlich gemacht.

Die Fahndung nach den Urhebern der Briefbombenserie dauert derweil in Griechenland an. Die Sicherheitskräfte suchten am Freitag weiter nach Unterschlüpfen der Untergrundorganisation „Verschwörung der Feuerzellen“. Zwei ihrer Mitglieder sitzen bereits in Untersuchungshaft nachdem sie - mit zwei Briefbomben bei sich - am Montag auf frischer Tat ertappt worden waren. Nach fünf weiteren mutmaßlichen Terroristen wird gefahndet.

Die Behörden hatten am Donnerstag eine weitere Briefbombe unschädlich gemacht. Diese war an die französische Botschaft in Athen adressiert. Es war die 14. Bombe seit Montag. Am Dienstag war in der Poststelle des Kanzleramts in Berlin eine Paketbombe aus Griechenland entdeckt und entschärft worden, die an Kanzlerin Angela Merkel adressiert war. Ein bislang unbekannter junger Mann hatte das Päckchen mit dem Sprengsatz am 1. November in der Nähe des Athener Hauptbahnhofs aufgegeben.

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