"Vereinbarung wird Beziehung stärken"
Libyen hofft auf engere Zusammenarbeit mit Deutschland

Nach der Einigung auf Entschädigung von Opfern des Anschlags auf die Berliner Discothek „La Belle“ hofft Libyen nun auf den Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Deutschland.

HB BERLIN/TRIPOLIS. „Die Vereinbarung wird die Beziehungen stärken“, sagte der Generaldirektor der libyschen Gaddafi-Stiftung in Berlin, Saleh Abd Ussalam, am Mittwoch der dpa. Libyen hoffe nun auch auf die Normalisierung der Beziehungen zur EU.

Am Dienstag hatten die Gaddafi-Stiftung und deutsche Anwälte Entschädigungszahlungen in Höhe von insgesamt 35 Mill. $ (28,4 Mill. €) für mehr als 160 Opfer des Bombenanschlags im Jahr 1986 vereinbart. Dies sei als ein „menschlicher Akt“ zu verstehen, sagte Abd Ussalam. Offiziell hat die libysche Regierung nie die Verantwortung für das „La Belle“-Attentat übernommen.

Zugleich bekräftigte der Stiftungsdirektor Entschädigungsforderungen Libyens an die USA wegen der amerikanischen Luftangriffe auf die libyschen Städte Tripolis und Benghasi, die 1986 kurz nach dem Attentat auf den bei US-Soldaten beliebten Berliner Nachtclub „La Belle“ erfolgten. Dabei seien 41 Menschen getötet, 226 verletzt und zahlreiche Gebäude zerstört worden. „So wie andere jetzt entschädigt werden, meinen wir, dass auch diese Opfer entschädigt werden müssen“, sagte er.

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