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Vereinte Nationen besorgt: Drogenbanden untergraben ganze Staaten

Die Drogenkriminalität bedroht die Sicherheit und die politische Stabilität ganzer Staaten in Asien, Mittelamerika und der Karibik. Das illegale Geschäft führt zu einer steigenden Zahl von Kapitalverbrechen, einer Machtausweitung des organisierten Verbrechens und der Korruption, warnte der Uno-Suchtstoffkontrollrat (INCB) am Mittwoch in Genf.

Ein Polizeibeamter überwacht die Verbrennung eines Drogenfeldes in Nicaragua. Quelle: dpa
Ein Polizeibeamter überwacht die Verbrennung eines Drogenfeldes in Nicaragua. Quelle: dpa

GENF. „Durchorganisierte und mächtige kriminelle Netzwerke nutzen neue Verfahren, Routen und Substanzen, um Drogenproduktionsprozesse aufrecht zu erhalten“, betont der INCB in seinem Jahresbericht. Trotz strenger Kontrollen schafften Drogenhändler es, über legale Handelswege die benötigten Chemikalien zu beschaffen.

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Zumal in Mittel- und Nordamerika seien die Drogen-Banden nur schwer einzudämmen. „Mexikanische Drogenkartelle haben ihre beherrschende Stellung über die gesamte Versorgungskette mit illegalen Drogen ausgedehnt, vom Transport von Südamerika bis zur Verteilung in den Vereinigten Staaten.“ Doch mache der Einsatz des Militärs in Mexiko den Kartellen schwer zu schaffen.

Regionale Banden in mittelamerikanischen Ländern verbünden sich laut dem Bericht mit mexikanischen Kartellen. Die Banden schmuggelten die Drogen vermehrt mit Kleinflugzeugen, die entweder mit gestohlenen oder gefälschten Papieren ausgestattet seien.

Größter Produzent von Heroin weltweit ist Afghanistan – wie seit Jahren. Zudem sei das Kriegsland am Hindukusch ein wichtiger Produzent von Cannabis. Das Drogenproblem und die Gewalt untergraben laut den Fachleuten die Bemühungen, stabile staatliche Strukturen in Afghanistan aufzubauen.

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