Vereinte Nationen
Ebola-Überlebende sollen Kranke pflegen

Wer das Ebola-Virus überlebt hat, ist immun gegen die Krankheit. Das wollen die UN gezielt gegen die Epidemie in Westafrika einsetzen. Zum Beispiel könnten sich die Genesenen um Kinder in Quarantäne kümmern.
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New YorkDie Vereinten Nationen haben damit begonnen, Überlebende der Ebola-Epidemie in Westafrika zu Helfern im Kampf gegen die Krankheit auszubilden.

Da die Überlebenden gegen das Virus immun geworden seien, könnten sie eine wichtige Rolle bei der Unterstützung von Familien mit Ebola-Kranken übernehmen, sagte die Kommunikationschefin des Kinderhilfswerks Unicef, Sarah Crowe, am Freitag in New York.

So könnten Ebola-Überlebende sich um Kinder kümmern, die nach einer Ebola-Infektion in ihrer Familie 21 Tage in Isolation müssten. Ihnen sei es möglich, Kleinkinder auch einmal in den Arm zu nehmen - ohne die Schutzkleidung und Sicherheitsvorkehrungen, die sonst auf das Vermeiden jeglicher Berührungen abgestellt sind. „Ebola hat jeden Aspekt des Lebens als Geisel genommen“, sagte Crowe.

Afrika

Todesopfer und Fallzahl des Ebola-Virus im Jahr 2014

Stand: 18. September 2014


Das Virus habe in der Region 3700 Kinder zu Waisen gemacht. Diese Zahl werde zunehmen, da sich die Zahl der Ebola-Ansteckungen alle drei Wochen verdreifache. Mehr als 4500 Menschen sind laut Weltgesundheitsorganisation seit Beginn des Ausbruchs Anfang des Jahres an Ebola gestorben.

In der liberianischen Hauptstadt Monrovia hat nach Crowes Angaben das erste staatliche Übergangspflegezentrum eröffnet. In jeder der fünf am härtesten von Ebola getroffenen Regionen Liberias solle jeden Monat mindestens ein neues Zentrum öffnen. Jedes solle Pflegeplätze für 30 Kinder bieten.

Nach Crowes Angaben sind bisher 20 Ebola-Überlebende für die Arbeit in diesen Zentren ausgebildet worden. Crowe kehrte von einer fünfwöchigen Reise aus Afrika zurück. Bei ihrer Pressekonferenz gab sie als erstes ihre Körpertemperatur an.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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