Vereinte Nationen
Internationale Gemeinschaft sagt Irak mehr Hilfe zu

Die internationale Gemeinschaft hat dem Irak am Samstag (Ortszeit) in New York versprochen, ihn künftig noch stärker beim nationalen Versöhnungsprozess, dem Wiederaufbau und der wirtschaftlichen Entwicklung zu unterstützen.

dpa NEW YORK. Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon, der den irakischen Regierungschef Nuri al-Maliki und hohe Regierungsvertreter aus einem guten Dutzend Länder zu der Konferenz eingeladen hatte, sagte eine größere Uno-Rolle im Irak zu. Erwogen würden unter anderem ein zusätzliches Uno-Büro zur Koordinierung von Hilfsmaßnahmen in Bagdad sowie ein neuer Uno-Stützpunkt in Basra.

US-Außenministerin Condoleezza Rice lobte das Treffen als „echtes Bekenntnis der Weltgemeinschaft und von Iraks Nachbarn“, dem Land zu Frieden und nationaler Einheit zu verhelfen. Ihr französischer Amtskollege Bernard Kouchner lobte den Irak dafür, sich den Herausforderungen jetzt entschieden zu stellen. Der Irak verdiene „mehr als bisher die kollektive Suche nach Lösungen für seine Probleme“. Außer Rice und Kouchner nahmen die Außenminister oder andere Regierungsvertreter unter anderem von Großbritannien, Russland, China, dem Iran, der Türkei, Kuwait, Ägypten, Jordanien und Saudi-Arabien an der dreistündigen Konferenz teil.

Al-Maliki hob bei einer Pressekonferenz mit Ban die Fortschritte in seinem Land hervor. „Die Sicherheitslage ist verbessert und die wirtschaftliche Situation ebenfalls“, sagte der Regierungschef. Das Wohlergehen der irakischen Bevölkerung werde aber weiter durch den Terrorismus geschmälert. Al-Maliki lobte die Zusammenkunft als sehr positiv. Sie gebe ihm die Gewissheit, mit den Herausforderungen nicht allein dazustehen. Nach dem Rückzug sunnitischer Politiker aus seiner Regierung befragt, sagte er, „das sind geringfügige Probleme, die die Arbeit der Regierung nicht behindert haben“. Die Kritik des Weißen Hauses kehrte Al-Maliki unter den Teppich: „Im Prinzip gibt es viel gegenseitiges Verständnis zwischen uns und der US-Regierung“.

Der Uno-Sicherheitsrat hatte die Vereinten Nationen bereits vor sechs Wochen zu einem verstärkten politischen Engagement im Irak verpflichtet. Aus Sicherheitsbedenken wurde der internationale Stab der Uno-Mission im Irak (Unami) aber bisher nur von 65 auf 95 Mitarbeiter aufgestockt. Ban räumte ein, dass dies nur ein bescheidener Zuwachs sei. Er verwies aber auf die umfangreichen diplomatischen und humanitären Anstrengungen, die die UN außerhalb des Landes für den Irak unternähmen. Nach einem Bombenanschlag auf das Uno-Hauptquartier in Bagdad im Sommer 2003 hatte die Organisation ihr Personal im Irak abgezogen und danach nur teilweise wieder ersetzt.

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