Vereinte Nationen
Südafrikanerin als neue Uno-Menschenrechtskommissarin bestätigt

Die Uno-Vollversammlung hat am Montag einstimmig der Ernennung von Navanethem Pillay zur neuen Menschenrechtskommissarin der Vereinten Nationen zugestimmt. Generalsekretär Ban Ki Moon begrüßte die Entscheidung und sagte der Südafrikanerin seine volle Unterstützung zu. Andere sahen ihre Ernennung skeptischer.

HB NEW YORK. Zu der angekündigten Unterstützung zähle auch eine Erhöhung der Finanzmittel und eine Aufstockung ihrer Mitarbeiter, teilte Bans Büro mit. Einige Menschenrechtsgruppen stehen der bisherigen Richterin am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag nach Angaben von Diplomaten skeptisch gegenüber. Ihre Skepsis gelte dem Umstand, dass Pillay als weniger offen und forsch als ihre Vorgängerin Louise Arbour gelte. Pillay müsse ihr neues Amt nun vor allem dazu nutzen, politische Aufmerksamkeit auf die weltweit größten Menschenrechtsverletzungen im Sudan, in Birma, China und Simbabwe zu lenken, forderte die Organisation UN Watch.

Pillay wuchs als Tochter eines Busfahrers mit indischen Wurzeln in einem Elendsviertel der südafrikanischen Stadt Durban auf. Als Mitglied der tamilischen Minderheit wurde sie im Apartheid-System aufgrund ihrer dunkleren Hautfarbe diskriminiert. Die Anwältin kämpfte in Südafrika später für die Rechte von Anti-Apartheid-Aktivisten wie dem späteren Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela. In den 1990er Jahren leitete sie das Ruanda-Kriegsverbrechertribunal.

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