Vereinte Nationen: UNO stärkt ihr Umweltprogramm

Vereinte Nationen
UNO stärkt ihr Umweltprogramm

Es sei ein „längst überfälliger Schritt“ meinte der deutsche Delegationsleiter Jochen Flasbarth: Nach längeren Verhandlungen gehören bald alle UNO-Mitglieder auch dem Umweltprogramm UNEP an. Eine deutliche Aufwertung.
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NairobiDas Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) wird aufgewertet: Um das Mandat zu stärken, sollen ab sofort alle UN-Staaten der Welt der Institution angehören. Dies wurde am Ende eines fünftägigen Treffens der Organisation in der kenianischen Hauptstadt Nairobi bekannt. Bisher bestand das UNEP aus einem Rat mit ständig wechselnden Staaten.

„Bei der Gründung des Programms Anfang der 1970er Jahre hatte der Umweltschutz weltweit kaum Bedeutung, und es hat sehr lange gedauert, die damals eingeführte Struktur zu ändern“, sagte der deutsche Delegationsleiter und Präsident des Umweltbundesamts Jochen Flasbarth am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. „Die Stärkung des UNEP war längst überfällig und ist ein sehr wichtiger Schritt.“

Künftig soll es regelmäßig weltweite Umweltversammlungen in Nairobi geben. Ziel sei es, großen internationalen Verhandlungen etwa zu Themen wie Klimaschutz, „Green Economy" oder Chemikalien entscheidende Impulse zu geben und sie schneller voranzubringen, betonte Flasbarth.

Am Rande der Konferenz mit rund 1000 Teilnehmern waren Minister und Delegationsleiter zu einem ungewöhnlichen Abendessen eingeladen: Es wurden Lebensmittel serviert, die von Supermärkten abgelehnt worden waren - entweder weil sie zu unansehnlich oder weil sie zu klein waren. „Eine großartige Aktion, die zeigt, wie pervers es ist, dass Lebensmittel einfach weggeworfen werden“, erklärte Flasbarth.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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