Vereinzelt auch Kritik an den Bedingungen der G8
Afrikas Staaten schmieden Pläne nach Schuldenerlass

Die meisten afrikanischen Staaten haben gestern auf den von den Finanzministern der G8 beschlossenen historischen Schuldenerlass für die ärmsten Staaten der Welt positiv reagiert. Einige Staaten übten jedoch Kritik an den Bedingungen, die für einen Erlass gestellt sind. Afrikas gesamte Auslandsschulden summieren sich derzeit auf etwa 300 Mrd. Dollar.

HB KAPSTADT. Der südafrikanische Präsident Thabo Mbeki dankte den sieben führenden Industrienationen und Russland ausdrücklich für ihre Initiative und nannte sie einen wichtigen Schritt im Kampf gegen die Armut.„Es ist unglaublich. Es klingt wie ein Märchen. Die reichen Nationen machen nun wahr, wovon sie reden“, sagte der sambische Finanzminister Ng'andu Magande nach der Entscheidung in London, auf die er vor dem Fernseher gewartet hatte. Das im Schuldendienst eingesparte Geld könne nun in Bildung, Gesundheitsversorgung, Infrastruktur und Sozialpolitik gesteckt werden, sagte der Ministerpräsident von Mosambik, Luisa Diogo in Maputo. Ähnlich äußerte sich der tansanische Finanzminister Basil Mramba, dessen Land bislang zwölf Prozent seines Budgets für den Schuldendienst aufbringen muss. Dieses Geld sei besser in Konjunkturprogrammen und Projekten zur Verbesserung der Lebensbedingungen im Land angelegt.

Ugandas Informationsminister Nsaba Buturo, dessen Land zu den unmittelbaren Nutznießern der Initiative zählt, nannte die Entscheidung „lobenswert“. Allerdings hätte sie viel früher kommen müssen. Äthiopiens Finanzminister Sofian Ahmed nannte den Schuldenerlass „höchst ermutigend“, solange diesmal keine neuen Bedingungen daran geknüpft würden.

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