Verfassungsreferendum in Italien: Rom redet das Risiko klein

Verfassungsreferendum in Italien
Rom redet das Risiko klein

Kein Grund zur Sorge – Italiens Finanzminister übt sich vor dem Verfassungsreferendum in demonstrativer Gelassenheit. Die Gefahr eines „Finanzbebens“ sieht er nicht. Die Finanzmärkte sehen das allerdings anders.
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MailandVor dem Verfassungsreferendum am Sonntag versucht Italiens Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan die Nervosität an den Finanzmärkten zu dämpfen. Sollten die Wähler die von Ministerpräsident Matteo Renzi geforderte Reform ablehnen, werde das keine gravierenden Auswirkungen auf die italienischen Staatsfinanzen haben, sagte Padoan der Zeitung „Avvenire“ vom Freitag.

Er sehe auch nicht das Risiko eines „Finanzbebens“. Möglich seien allerdings kurzzeitige Turbulenzen von vielleicht 48 Stunden an den Märkten. Für die italienischen Banken sieht Padoan nicht das Problem eines systemischen Risikos.

Renzi hatte angekündigt, im Falle eines Neins der Wähler bei der Abstimmung zurückzutreten. An den Märkten löst das die Befürchtung aus, dass eine politische Krise in Italien – nach dem Brexit-Votum der Briten – die Gefahr eines Auseinanderbrechens der EU vergrößern könnte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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