Vergehen im Irak
Erneut US-Soldaten wegen Mordes angeklagt

Acht weitere US-Soldaten sind am Mittwoch wegen Mordes an einem Iraker angeklagt worden. Ihnen wird vorgeworfen, am 26. April in Hamdaniya einen 54-jährigen Zivilisten erschossen und dann vorgetäuscht zu haben, es handele sich um einen Rebellen.

HB WASHINGTON. Angeklagt wurden sieben Marineinfanteristen und ein Marine-Soldat, wie Oberst Stewart Navarre auf dem Stützpunkt Camp Pendleton (US-Bundesstaat Kalifornien) mitteilte, wo die acht in Untersuchungshaft sitzen. Im Fall eines Schuldspruchs wegen vorsätzlichen Mordes könnten sie die Todesstrafe erhalten.

Erst am Montag waren drei Armeeangehörige wegen Mordes an drei irakischen Gefangenen angeklagt worden. Das Pentagon untersucht zudem einen Vorfall in Haditha, wo im November 24 irakische Männer, Frauen und Kinder ums Leben kamen. Mehrere US-Soldaten stehen im Verdacht, die Menschen kaltblütig erschossen zu haben.

In der jüngsten Anklage werden den acht Militärangehörigen neben Mordes auch Entführung, Verschwörung und falsche Aussagen vorgeworfen. Sie sollen ihr Opfer Hasham Ibrahim aus seinem Haus gezerrt, ihn getötet und dann ein gestohlenes Gewehr und eine Schaufel neben die Leiche gelegt zu haben. Damit hätten sie vortäuschen wollen, dass der Mann ein Rebell war, der gerade eine Bombe am Straßenrand verstecken wollte.

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