Vergeltungsschläge befürchtet
Israel in Alarmbereitschaft

Neue Unruhen in Nahost: Nach dem folgenschweren israelischen Granatangriff im Gaza-Streifen und den angedrohten palästinensischen Vergeltungsschlägen herrscht in Israel erhöhte Alarmbereitschaft.

HB TEL AVIV. Israelische Medien berichteten am Donnerstag, dem Geheimdienst lägen 80 Warnungen vor geplanten Anschlägen vor. An Stadteinfahrten sowie an belebten Orten wurden landesweit die Sicherheitskontrollen verschärft.

Erstmals seit eineinhalb Jahren hatte die radikal-islamische Hamas am Mittwoch wieder Selbstmordanschläge angekündigt. Der militärische Hamas-Flügel rief Muslime zudem zu Angriffen auf US-Ziele im Nahen Osten auf, weil Washington Israel unterstützte.

Binnen weniger Stunden hatten israelische Soldaten im Gazastreifen und im Westjordanland 27 Palästinenser getötet, darunter sieben Kinder und fünf Frauen bei den Granatangriffen auf Bet Hanun. Die Angriffe lösten international scharfe Reaktionen aus.

Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hatte Bedauern über den Vorfall geäußert. Von militärischer Seite war die Rede von einer möglichen Fehlfunktion israelischer Artilleriekanonen. Mehrere Verletzte aus Bet Hanun wurden zur medizinischen Behandlung nach Israel gebracht.

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