Vergifteter Ex-Spion
Briten bitten Moskau um Mithilfe bei Litwinenko-Ermittlungen

Nach dem Gifttod des russischen Ex-Spions Alexander Litwinenko in London hat die britische Regierung den Kreml aufgefordert, Scotland Yard bei der Aufklärung des Falls zu helfen.

HB LONDON. Der russische Botschafter Juri Fedotow sei gebeten worden, dies an seine Regierung weiterzuleiten, teilte das Außenministerium in London am Freitagabend mit.Die russischen Behörden sollten möglichst alle zweckdienlichen Informationen zu dem Fall an London weitergeben, erklärte eine Sprecherin.

Zugleich dementierte sie Berichte, wonach Moskau gewarnt worden sei, dass Großbritannien den mutmaßlichen Giftanschlag auf Litwinenko als „schwerwiegende Angelegenheit“ betrachte, die zu einer Beeinträchtigung der bilateralen Beziehungen führen könnte. Die Angelegenheit sei vielmehr im Rahmen eines „Routine-Treffens“ behandelt worden.

Der 43-jährige Ex-Geheimdienstagent und Gegner des russischen Präsidenten Wladimir Putin war nach Erkenntnissen der britischen Behörden vor rund drei Wochen mit der radioaktiven Substanz Polonium 210 vergiftet worden. Er starb am Donnerstagabend auf der Intensivstation eines Londoner Krankenhauses. Die russische Regierung hat jedwede Verwicklung in den Todesfall bestritten.

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