Vergleich: Was Berlusconi mit Napoleon zu tun hat

Vergleich
Was Berlusconi mit Napoleon zu tun hat

Einen großen Maßstab legt der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi an: Er vergleicht sich mit Napoleon - und hält sich zumindest in einem Punkt für überlegen.

HB ROM. Über mangelndes Selbstbewusstsein kann Berlusconi nicht klagen: In einer TV-Talkshow verglich sich der Regierungschef jetzt mit dem französischen Kaiser: „Nur Napoleon hat noch mehr getan als ich. Aber ich bin viel größer als er“, sagte Berlusconi, der auch berühmt dafür ist, von sich selbst gerne in der dritten Person zu sprechen. Bisher hatte sich der Millionär hingegen als „presidente-operaio“ - als Arbeiter- Präsidenten - bezeichnet. „Am Ende der Legislaturperiode wird also aus dem Arbeiter-Präsidenten ein Kaiser-Präsident“, kommentierte die römische Zeitung „La Repubblica“ Samstag.

„Berlusconi soll wie Napoleon sein? Dann werden die nächsten Wahlen sein Waterloo werden“, erklärte Grünen-Präsident Alfonso Pecoraro Scanio mit Blick auf die am 9. und 10. April anstehenden Parlamentswahlen. Wenn er historische Vergleiche anstellen wolle, dann solle Berlusconi sich mit dem römischen Kaiser Nero messen - „dem einzigen, der noch schlimmer war als er“, fügte der Oppositionspolitiker hinzu.

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