Verhältnis zu Tibet
Dalai Lama wirbt um Chinas Vertrauen

Der Dalai Lama hat in einem Exklusiv-Interview mit der ARD angekündigt, Vertrauen zu China aufbauen zu wollen.

HB HAMBURG. „Ohne Vertrauen, wie können wir da diskutieren? Die chinesische Seite ist voller Misstrauen... (...) Eine harmonische Gesellschaft kann nicht mit Waffen erzwungen werden“, sagte Tibets geistliches und politisches Oberhaupt. Gleichzeitig stellte er klar, dass er bei einem ausreichenden Grad an Freiheit nach Tibet zurückkehren werde. „Dann werde ich all meine legitime Autorität abgeben an die lokale tibetische Regierung. Dann wäre ich weder geistliches noch politisches Oberhaupt der Tibeter.“

In seiner Heimat finde „ob absichtlich oder unabsichtlich“ eine „Art kultureller Völkermord“ statt, sagte der 72-Jährige weiter. Tibet habe ein einzigartiges kulturelles Erbe. „Aber manche engstirnigen chinesischen Beamten und Parteisekretäre betrachten diese kulturelle Tradition und den buddhistischen Glauben als Quellen des Separatismus.“ Das zwanzigminütige Interview „Die Macht der Ohnmacht – der Dalai Lama im Gespräch“ wird an diesem Sonntag um 23.45 Uhr in der ARD ausgestrahlt.

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