Verhandlung in Griechenlandkrise Ex-Troika trifft auf Vertreter Athens

Sie werden seit einigen Wochen „Institutionen“ genannt, doch natürlich sind es weiter die Vertreter der alten „Troika“, die am Wochenende nach Athen reisen. In der Brüsseler Gruppe geht es ans Eingemachte.
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Griechenland gefällt sich nicht mehr in der Rolle des internationalen Bittstellers – doch de facto ist das Land auf massive Hilfen angewiesen. Quelle: dpa
Bittende Hände

Griechenland gefällt sich nicht mehr in der Rolle des internationalen Bittstellers – doch de facto ist das Land auf massive Hilfen angewiesen.

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BrüsselIm Tauziehen um die weitere Unterstützung Griechenlands kommen Vertreter Athens am Wochenende mit den Gläubiger-Institutionen in Brüssel zusammen. Die sogenannte Brüsseler Gruppe aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank, Internationalem Währungsfonds und dem Europäischen Rettungsfonds ESM treffe sich am Samstagnachmittag mit den griechischen Verhandlungsführern, teilte eine Sprecherin der EU-Kommission am Freitag mit. Die Zusammenkunft findet damit knapp eine Woche vor dem Treffen der Euro-Finanzminister am 24. April in Riga statt.

Die linksgeführte Regierung in Athen ringt seit ihrem Amtsantritt Ende Januar mit den EU-Partnern um weitere finanzielle Unterstützung. Im Februar war das Hilfsprogramm für das Land um nochmals vier Monate verlängert worden. Im Gegenzug muss Athen eine Liste mit belastbaren Reformen vorlegen. Die Gespräche dazu kommen seit Wochen nicht voran.

Die Kommissionssprecherin verwies am Freitag auf das laufende Frühjahrstreffen von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Washington, das zunächst „natürlich Zentrum der Aufmerksamkeit“ sei. An der Zusammenkunft nehmen nicht nur führende EU-Vertreter teil, sondern auch zahlreiche Euro-Finanzminister, darunter der Grieche Jannis Varoufakis und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU).

Schäuble warnte Griechenland am Donnerstag erneut, dass es ohne verbindliche Reformzusagen keine zusätzlichen Hilfen geben werde. Die Entscheidung in der Schuldenkrise liege allein bei der Regierung in Athen, sagte der CDU-Politiker in Washington. Niemand werde den Griechen ein Hilfsprogramm aufzwingen. Wenn Athen jedoch die Auszahlung der nächsten Kredittranche wolle, „muss Griechenland liefern, was vereinbart wurde“.

  • afp
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