Verhandlungen im September
Iran will schnelle Lösung des Atomstreits

Irans neuer Präsident Rohani sucht das Gespräch und die Atomenergiebehörde zeigt sich kompromissbereit. Der Atomstreit könnte schon bald beigelegt werden. Ein Militärschlag der USA ist allerdings nicht ausgeschlossen.
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DubaiDer neue iranische Präsident Hassan Rohani hat eine zügige Lösung des seit Jahren schwelenden Atomkonfliktes gefordert. Es gebe nicht unbegrenzt Zeit für eine Einigung, sagte Rohani am Dienstag. "Ich habe die Hoffnung, dass wir dieses Problem Schritt für Schritt lösen können." Die Arbeit hierzu werde in New York beginnen, wo er noch im September anlässlich der UN-Vollversammlung mit den Außenministern von einigen der sechs Ländern zusammenkommen wolle, die mit dem Iran verhandeln. Neben den fünf Vetomächten im UN-Sicherheitsrat zählt dazu auch Deutschland.

Rohani ist der Nachfolger von Mahmud Ahmadinedschad, der für seine harte Position gegenüber dem Westen bekannt war. Der neue Präsident, ein früherer Unterhändler in den Atomverhandlungen mit den Vereinten Nationen (UN), gilt als moderat. Der Iran steht im Verdacht, nach Atomwaffen zu streben. Die Regierung in Teheran weist die Vorwürfe zurück. Israel und die USA haben Militärschläge gegen Irans Atomanlagen nicht ausgeschlossen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Verhandlungen im September: Iran will schnelle Lösung des Atomstreits"

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  • "Iran will schnelle Lösung des Atomstreits"

    da werden Israel und die USA aber nicht mitmachen, die wollen keine Lösung...

  • Nur mal soviel dazu, wer die Welt davor geschützt hatte, dass die USA /Israel über ein Land herfallen, was seit 300 Jahren keinen Krieg begonnen hat


    Drohung: "China wird nicht zögern den Iran mit einem Dritten Weltkrieg zu schützen"
    [Bild: Drohung: "China wird nicht zögern den Iran mit einem Dritten Weltkrieg zu schützen"]
    In einem chinesischen Fernsehbeitrag drohte Major-General Zhang Zhaozhong, Professor an der Chinesischen Universität für Nationale Verteidigung, mit Konsequenzen für den Westen, falls es zu einer militärischen Angriff auf den Iran kommt.

    In dem TV-Beitrag, der durch NTDTV (New Tang Dynasty Television) ausgestrahlt wurde, kündigte der ranghohe Offizier an: "China wird nicht zögern den Iran mit einem Dritten Weltkrieg zu schützen."

    Auch Russland scheint eine Militäraktion des Westens nicht ohne Weiteres hinnehmen zu wollen. Moskau wies an, seine Radarstationen für den Fall eines Angriffs scharf zu stellen und macht damit klar, dass es sich - ähnlich wie China - politisch auf die Seite des Irans stellt.

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