Verhandlungen in London
Deutscher Sitz im Sicherheitsrat bleibt in weiter Ferne

Die Verhandlungen Deutschlands, Japans, Brasiliens und Indiens mit der Afrikanischen Union über eine Erweiterung des UN.Sicherheitsrats sind abermals ergebnislos vertagt worden.

HB LONDON. "Wir müssen uns jetzt bewegen", sagte Bundesaußenminister Joschka Fischer am Montag nach fünfstündigen Beratungen in London. "Wir stehen jetzt unter echtem Zeitdruck." Als Teilerfolg werteten Fischer und andere Delegationsteilnehmer einen neuen Kompromissvorschlag. Danach soll ein 26. nichtständiger Sitz im Sicherheitsrat, den die Afrikanische Union fordert, abwechselnd von Afrika, Asien und Lateinamerika eingenommen werden.

Dieser "Sitz für den Süden" sei bei den Afrikanern auf Zustimmung gestoßen, hieß es aus deutschen Diplomatenkreisen. Allerdings hätten die afrikanischen Außenminister erklärt, sie müssten dies erst mit ihren Regierungen besprechen. Anschließend könne man einen Sondergipfel abhalten. Die G4-Staaten mahnten zur Eile und setzten sich dafür ein, das neue Treffen noch in dieser Woche anzuberaumen. Deutschland, Japan, Brasilien und Indien wollen alle einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat. Um dies durchzubringen, wären sie in der UN-Vollversammlung auf die Stimmen der afrikanischen Staaten angewiesen.

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