Verhandlungen laufen aber noch
Iran will offenbar mit Atomarbeiten beginnen

Der Iran will ungeachtet der neuen EU-Vorschläge seine umstrittenen Nukleararbeiten in der Atomanlage Isfahan nach Aussage eines Unterhändlers wieder aufnehmen.

HB TEHERAN. Die Vorbereitungen für die Urananreicherung würden wie geplant beginnen, sagte ein hochrangiger Unterhändler in dem Atomstreit am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Europäische Union (EU) hatte dem Iran zuvor nach Informationen aus verhandlungsnahen Kreisen neue mit Spannung erwartete Vorschläge zur Beilegung des Atomstreits vorgelegt. Die EU will dem islamischen Religionsstaat politische und wirtschaftliche Anreize bieten, um den Iran zur Aufgabe seines Atomprogramms zu bewegen. Der Westen befürchtet, der Iran könnte angereichertes Uran zum Bau von Atombomben nutzen, was das Land bestreitet. Deutschland, Frankreich und Großbritannien führen die Atom-Verhandlungen mit dem Iran im Namen der EU.

Offiziell will die iranische Führung den Vorschlag binnen 48 Stunden bewerten und dann eine Entscheidung bekannt geben, teilte ein Sprecher des Außenministeriums in Teheran mit. Er machte keine Angaben zum Inhalt des EU-Plans.

Aus diplomatischen Kreisen in Teheran war verlautet, der wichtigste Punkt in dem neuen Vorschlag sei, dass die EU Iran das Recht einer friedlichen Nutzung der Atomenergie zubillige, solange der nukleare Brennstoff hierfür vom Westen bereitgestellt werde. Der Westen befürchtet, dass der Iran mit angereichertem Uran, das als Brennstoff dient, den Bau von Atomwaffen vorantreibt.

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