Verhandlungen mit der EU
Weber fordert für Steuerpakt eine Gesamtlösung

Automatischer Informationsaustausch schön und gut – doch in den Steuerhandlungen mit der EU müsse die Schweiz eine Gesamtlösung anstreben, so UBS-Präsident Axel Weber. Das sei entscheidend.
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ZürichDie Schweiz darf sich nach Ansicht von UBS-Präsident Axel Weber in Steuerverhandlungen mit der EU nicht auf den sogenannten automatischen Informationsaustausch von Bankdaten beschränken. Vielmehr müsse parallel dazu auch eine Regelung für den Marktzugang für Banken und bisher unversteuerte Altgelder gefunden werden, sagte Weber in einem am Dienstag online veröffentlichten Interview der Schweizer Wirtschaftszeitung "Finanz und Wirtschaft". "Die Schweiz sollte eine Gesamtlösung mit der EU anstreben, das ist entscheidend", sagte er.

Ein Informationsaustausch mit der EU bedeute noch lange nicht, dass die Schweiz generell zu diesem System übergehen müsse, erklärte Weber weiter. Automatischer Informationsaustausch heißt im Grundsatz, dass Banken Angaben über Vermögen und Einnahmen ausländischer Kunden von sich aus an die zuständigen Finanzämter melden. In der EU gilt der Austausch derzeit allerdings nur für Zinseinnahmen natürlicher Personen.

Wie viele Schweizer Banken ist auch UBS bestrebt, von Schwarzgeld wegzukommen. Die Bank arbeite mit den betroffenen Kunden, "damit sie alle zur Verfügung stehenden Instrumente nutzen, um ihre Steuerangelegenheiten mit ihren Wohnsitzbehörden zu bereinigen", sagte Weber.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Verhandlungen mit der EU: Weber fordert für Steuerpakt eine Gesamtlösung"

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  • Ja, die Anreize müssen genommen werden.

    Die Steuergesetze der EU-Staaten müssen mit dem Schweizer Steuerrecht, das Währungsmanagement ebenfalls harmonisiert werden.

    Aber vielleicht fangen wir einmal mit dem einfachsten, effizientesten an. Das Volk entscheidet!

  • Gesamtlösung EU = immer kleinster gemeinsamer Nenner.
    .

  • Hmmm,

    wäre das nicht eher eine Frage an Ihren MDB anstatt an den Präsidenten einer Schweizer Grossbank?

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