Verhandlungen mit griechischer Regierung
Troika beharrt auf Arbeitsmarktreformen

Die Troika aus EU, EZB und IWF zeigt sich sich unnachgiebig gegenüber der griechischen Regierung. Weitere Zugeständnisse bei den geforderten Arbeitsmarktreformen lehnen die internationalen Geldgeber ab.
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AthenDie Verhandlungen der griechischen Regierung mit den internationalen Geldgebern über die geforderten Arbeitsmarktreformen stocken noch immer. Die Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) habe weitere Zugeständnisse abgelehnt, sagte Finanzminister Yannis Stournaras am Sonntagabend. Der kleine Koalitionspartner Demokratische Linke verlangt unter anderem eine nationale Tarifvereinbarung für alle Arbeitnehmer und einen Verzicht auf die geplante Abschaffung automatischer Lohnerhöhungen von zehn Prozent nach einer Heirat. "Die Troika hat die Forderungen nicht akzeptiert", sagte Stournaras.

Regierungskreisen zufolge soll das Parlament am 5. November über die Arbeitsmarktreformen entscheiden. Die Demokratische Linke hat mit ihrem Nein gedroht. Die Reformen sehen auch Lohnkürzungen und geringere Abfindungszahlungen vor. Die Regierung berät seit Monaten mit der Troika und innerhalb der Koalition über ein 13,5 Milliarden Euro schweres Sparpaket. Mitte des Monats hatten die internationalen Finanzinspektoren erklärt, es bestehe Einigkeit in den meisten Fragen. Eine Einigung ist für die Freigabe der nächsten Hilfstranche nötig, um eine Staatspleite Griechenlands zu vermeiden. (Reporter: Lefteris Papadimas; bearbeitet von Christian Götz)

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Verhandlungen mit griechischer Regierung: Troika beharrt auf Arbeitsmarktreformen"

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  • @Kyrie eleison.

    Die christliche Kirche hat anderes zu tun. Denen gehts echt schlecht. Sie streitet sich derzeit mit den Rechten über den Anspruch christlicher Nächstenliebe und mit ihren jüdischen Verwandten um den Einfluß in der griechischen Gesellschaft. Gerade Israel hat Griechenland auf Grund seiner geostrategischen und Wirtschaftlichen Interessen zu Europa ins Herz geschlossen. Die griechischen Firmen gehen, die israelischen kommen. Die orthodoxe Kirche ist in Griechenland sowie auch in Israel/Palästina der umpfangreichste Immobilienbesitzer. Weder die orthodoxe Kirche zahlt in Griechenland Steuern noch die verschiedenen jüdischen Religionsvereine. Komisch das man diesbezüglich im christlich-jüdischen Europa fast nix hört?


  • @graecus

    Absolut zuteffend.
    Nur die Kirche paart sich heutzutage selbstgefällig mit der Macht und nicht seinen Gläubigen.

    Wo bleibt der Ruf der orthodoxen Kirche zur moralischen Erneuerung ?. Wo bleibt der Aufschrei der Popen ?

    Eher sucht Athos gierig die Schlupflöcher Offshore...

  • @lensoes. Die einzige Konstante auch in Griechenland ist seit schrecklichen 1800 Jahren der christliche Glaube. In soweit kann man aus der Erfahrung der Vergangenheit auf die Zukunft schließen.

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