Verhandlungen über Darfur-Konflikt begonnen
Noch kein Durchbruch bei Sudan-Friedensgesprächen

Die sudanesische Regierung verhandelt seit Montag in der nigerianischen Hauptstadt Abuja mit den Rebellen der Krisen-Region Darfur über ein Ende des humanitären Dramas im Westsudan. Der Beginn der Friedensgespräche wurde allerdings vom Streit um die Entsendung ausländischer Friedenstruppen beherrscht.

HB ABUJA. Sudans Regierung wies am Montag in Nigeria einen Vorschlag des nigerianischen Präsidenten zurück, afrikanische Soldaten sollten die Entwaffnung der zwei Rebellengruppen in Darfur übernehmen. Die Rebellen machten ihrerseits deutlich, dass eine Entwaffnung durch die Regierung nicht in Frage komme. Den Vereinten Nationen (UN) zufolge sind die Angriffe auf Schwarzafrikaner durch arabische Nomadenmilizen zwar zurückgegangen. E komme jedoch immer noch zu übergriffen.

Im Westen des Sudans haben die arabischen Dschandschawid- Milizen rund 50 000 schwarzafrikanische Sudanesen getötet und mehr als eine Million vertrieben. Hintergrund sind Kämpfe um die knappen landwirtschaftlichen Ressourcen in der Dürreregion, die im Februar 2003 in einem offenen Konflikt ausgebrochen waren. Die Rebellen werfen der Regierung vor, die arabischen Milizen zu unterstützen. Die Regierung hat dies zurückgewiesen.

Der Vorsitzende der Afrikanischen Union (AU) und Präsident Nigerias, Olusegun Obasanjo, sagte vor dem Beginn der Gespräche in der Hauptstadt seines Landes, Sudan könne die Rebellen nicht entwaffnen, ohne neue Gewalt herauf zu beschwören. Der Verhandlungsführer der Regierung, Masdschub al-Chalifa, lehnte ausländische Soldaten als unnötig ab. „Wir werden gleichzeitig die Rebellen-Gruppen, die Dschandschawid und andere Milizen entwaffnen“, sagte er. Ein Sprecher der Rebellen wies dies scharf zurück. „Auf keinen Fall können wir es zulassen, dass unsere Feinde uns entwaffnen“, sagte er. „Sie töten und bombardieren uns immer noch.“

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