Verhandlungen
Uno schickt Gesandten nach Myanmar

Die Uno bemüht sich weiter um einen Dialog zwischen der Militärjunta und der auf schärfere Aktionen dringenden Opposition in Myanmar. Zu diesem Zweck schicken die Vereinten Nationen zum zweiten Mal einen Sondergesandten in das südostasiatische Land. In dessen Besuch setzt Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon große Hoffnungen.

Reuters/ap RANGUN. Die Vereinten Nationen wollten dafür sorgen, dass der bereits angestoßene Dialog zwischen der Militärjunta und der auf schärfere Aktionen dringenden Opposition in dem südostasiatischen Land gefestigt werde, sagte Ban. Er wünsche sich, dass der Sondergesandte Ibrahim Gambari die Regierung noch einmal mit Nachdruck zu demokratischen Schritten auffordere, etwa der Freilassung aller inhaftierter Studenten und Demonstranten. Heute will er mit Gambari in Istanbul die letzten Details besprechen.

Gambari soll nach Uno-Angaben vom 3. bis 8. November nach Myanmar reisen. Die Junta habe dem Plan zugestimmt. Möglicherweise werde der Sondergesandte dieses Mal umfangreichere Gespräche führen als bei seinem letzten Besuch Anfang Oktober nach der Niederschlagung der von buddhistischen Mönchen angeführten Massenproteste für Demokratie, hieß es von einem Diplomaten. Nach dem letzten Besuch Gambaris war es wieder zu Gesprächen zwischen Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi und einem Vertreter der Militärjunta gekommen.

Am Mittwoch hatte es erstmals seit September erneut einen Protestmarsch der Mönche gegeben. Nach Augenzeugenberichten nahmen daran in der Stadt Pakokku etwa 200 Demonstranten teil. Sie begannen ihren Marsch an der Shwagu-Pagode und sprachen fast eine Stunde lang Gebete. Danach kehrten sie ohne Zwischenfälle in ihre Klöster zurück.

Oppositionelle Myanmars im Exil mahnten schärfere internationale Maßnahmen gegen die Militärjunta an. Der Druck verfehle seine Wirkung auf die Militärregierung nicht, sagte der Generalsekretär der Oppositionsgruppe NCUB, Maung Maung. „Wenn sie sich um das Ausland nicht scheren: Warum lassen sie dann unverzüglich Gambari herein?“, sagte Maung angesichts des Besuchs des Uno-Sondergesandten.

Verschärfte Sanktionen könnten die Militärs zu Zugeständnissen und zum Dialog zwingen. Der Oppositionelle forderte zudem eine ständige Uno-Präsenz in Myanmar, um Grausamkeiten gegenüber Dissidenten zu stoppen.

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