Verhandlungsbeginn
EU und Japan wollen Freihandelszone

Bis zu 400.000 neue Jobs sollen in Europa herausspringen: Das Freihandelsabkommen soll aber noch viele andere Vorzüge haben. Bis es dazu kommt, dauert es allerdings noch: Beide Seiten erwarten schwierige Verhandlungen.
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BrüsselDie Europäische Union und Japan haben am Montag in Brüssel Verhandlungen über ein weitreichendes Freihandelsabkommen aufgenommen, das Europa bis zu 400.000 neue Jobs bescheren soll. „Wir wissen, es wird schwierig”, sagte EU-Chefunterhändler Mauro Petriccione. Er sei aber „sehr zuversichtlich”, dass ein gutes Ergebnis herauskommen werde. Der japanische Delegationschef Jun Yokota sagte, er hoffe auf eine „bedeutende bilaterale Abmachung”. Bei den mehrtägigen Gesprächen sollte es vor allem um einen Fahrplan der Verhandlungen gehen. Freihandelsverträge benötigen oft Jahre bis zum Abschluss.

Die EU-Kommission, die für die EU die Gespräche führt, erwartet letztlich eine Erhöhung der europäischen Exporte nach Japan um bis zu ein Drittel. Im Gegenzug könnten die Einfuhren um bis zu ein Viertel wachsen. In den Verhandlungen geht es nicht nur um Zollabbau.

Ebenso wichtig sind für viele Branchen sogenannte nicht-tarifäre Handelshemmnisse. Dahinter stecken zum Beispiel Importquoten und Industrienormen, etwa Standards für Autos. Wenn diese Normen nur durch aufwändige Umrüstungen zu erfüllen sind, kann das den Handel stärker behindern als Zölle.

Bei den Japan-Verhandlungen gibt es laut Kommission ein Novum. Demnach muss Japan schon während der Verhandlungen nicht-tarifäre Hemmnisse abbauen. Sollte es bis Frühjahr 2014 hier keine merklichen Fortschritte geben, können die Verhandlungen ausgesetzt werden, wie Handelskommissar Karel De Gucht klargemacht hat.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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